Haushalt des Schwitzhauses 2015 erstmals ausgeglichen Saunahuus hat sich etabliert

Einnahmen und Ausgaben im Saunahuus halten sich im kommenden Jahr erstmals die Waage. Das hat die Verwaltung jetzt mit Blick auf die Haushaltsplanungen 2015 vorgestellt. Pläne im Bundesfinanzministerium führen aber eventuell dazu, dass eine außerplanmäßige Erhöhung des Eintrittsgeldes notwendig werden könnte.
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Von Marco Julius

Einnahmen und Ausgaben im Saunahuus halten sich im kommenden Jahr erstmals die Waage. Das hat die Verwaltung jetzt mit Blick auf die Haushaltsplanungen 2015 vorgestellt. Pläne im Bundesfinanzministerium führen aber eventuell dazu, dass eine außerplanmäßige Erhöhung des Eintrittsgeldes notwendig werden könnte.

Es gab so manchen, der wie beim Aufguss in der Sweethuus-Sauna ins Schwitzen kam, wenn es um die Wirtschaftlichkeit des Saunahuus ging. Bereits im Vorfeld der Eröffnung im Jahr 2012, aber auch in der Zeit danach und bis heute, gab und gibt es Skeptiker, die sich die Fragen stellten und stellen: Trägt sich das Ganze? Kommen genügend Besucher? Auch deshalb konnte der Erste Gemeinderat Rainer Lange eine gewisse Genugtuung nicht verbergen, als er kürzlich mitteilte, dass die Sauna im kommenden Jahr erstmals einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen kann.

„Wir rechnen 2015 mit 28 000 Besuchern, das ist ein realistischer Ansatz. Und damit erwirtschaften wir auch die Abschreibungszahlungen“, sagte Lange. In diesem Jahr geht man davon aus, dass 24 000 Gäste gezählt werden können. Und auch Matthias Meyer, Fachdienstleiter Finanzen, betonte: „Das Saunahuus hat sich am Markt etabliert, die Sauna hat laufen gelernt. Es spricht sich rum, was das Saunahuus zu bieten hat.“

Eingerechnet in die Bilanz ist auch eine Erhöhung des Eintritts, die ab dem 1. Juli 2015 greifen soll, nämlich dann, wenn das von vielen Gästen gewünschte Außenbecken in Betrieb genommen werde. „Und mit dem Becken erlangen wir auch den Status einer Premium-Sauna“, erläuterte Lange, was wiederum gut und wichtig für die Außenwerbung sei.

Die Politik, die jetzt im Finanzausschuss erstmals von dem ausgeglichenen Sauna-Haushalt erfuhr, reagierte zum einen erfreut. So sagte Werner Brakmann (SPD): „Eine schöne Nachricht. Das ging schneller, als ich es mir ausgerechnet hatte.“ Zum anderen sagte aber Arnold Hansen (Freie Wähler): „Ich bin nach dieser Nachricht nicht mehr ganz so pessimistisch“, schob aber nach: „Am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt“. Doch rund um das Saunahuus gibt es nicht nur gute Nachrichten, wie Lange mitteilte. „Das Bundesfinanzministerium plant, die Umsatzsteuerermäßigung für Saunabesuche zu kippen. Sollte es dazu kommen, würde das Saunahuus rund 40 000 Euro verlieren.“ Das wäre, um im Sauna-Bild zu bleiben, eine kalte Dusche für die Verantwortlichen. Sollte der Umsatzsteuersatz tatsächlich von 7 auf 19 Prozent steigen, müsse das ebenfalls über eine Erhöhung der Eintrittspreise aufgefangen werden.

„Im Moment regt sich bundesweit Widerstand gegen die Pläne aus dem Finanzministerium, die für alle – nicht nur für uns – überraschend auf den Tisch gekommen sind. Aktuell sieht es so aus, als käme die Umsetzung nicht vor dem 1. Juli. Aber das bleibt noch abzuwarten“, sagte Lange, der noch hofft, dass die Pläne am Ende vielleicht ganz gekippt werden könnten.

Sollte der neue Steuersatz allerdings bereits ab dem 1. Januar 2015 gelten, schlägt die Verwaltung ab dann eine sofortige Preiserhöhung von 1,50 Euro vor. Die geplante Preiserhöhung für das Außenbecken könnte dann auf den 1. Januar 2016 verschoben werden.

Für Meyer sind die möglichen Preiserhöhungen vertretbar, weil „wir im Saunahuus mit vergleichsweise relativ niedrigen Eintrittspreisen gestartet sind“. Meyer sagte aber auch, dass man auch in den kommenden Jahren dafür Sorge trage müsse, die Sauna angesichts der Konkurrenz im Umfeld attraktiv zu halten. „Da sind wir mit der Sauna im Landhausstil auf einem wirklich guten Weg“, befand er.

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