Serie mit dem Kreisarchiv: Das Hotel Union in Blumenthal Schon damals unverzichtbar

Landkreis Osterholz (gjh). Das Kreisachiv Osterholz stellt in jeder OHZ LIVE eine alte Ansicht aus dem Landkreis vor.
13.09.2019, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Kim Wengoborski

Landkreis Osterholz (gjh). Das Kreisachiv Osterholz stellt in jeder OHZ LIVE eine alte Ansicht aus dem Landkreis vor. Bis 1938 gehörte Blumenthal zum Landkreis Osterholz. Mit der Gebietsreform fiel der Altkreis Blumenthal mit den Industriegemeinden Grohn, Blumenthal, Schoenebeck, Lesum und anderen an Bremen. Es bildete sich Bremen-Nord heraus.

Die Geschichte des bis heute unter seinem ursprünglichen Namen existierenden Hotel Union lässt sich wie folgt nachvollziehen: Am 12. Juli 1854 schrieb Diedrich Schulken zu Flethe an das Königliche Amt Blumenthal wegen der Konzession zur Gastwirtschaft. Sie wurde ihm erteilt.

1886 teilte Schiffskapitän Louis Haeslop dem Königlichen Amt Blumenthal mit, dass er das Hotel Union käuflich erworben hätte. Für die Fortführung des Wirtschaftsbetriebes macht er geltend, dass die Bevölkerung stark angestiegen sei und durch die Farge-Vegesacker Eisenbahn noch weiter ansteigen würde. Die Erlaubnis wurde erteilt.

1891 übernahm Louis Focke das Hotel Union als Pächter. Er richtete eine Theaterbühne und einen Tanzsaal ein. 1921 beantragte Sohn Henry Focke, Oberkellner im Hotel Adlon in Berlin, das väterliche Hotel zu übernehmen. Die Erlaubnis wurde erteilt.

1922 kaufte Johann Pawlik aus Blumenthal gemeinsam mit seinem Bruder den Betrieb und beantragte eine Konzession. Die Wirtschaftsräume wurden erweitert. Es entstand das Kolpingszimmer mit einer Nachbildung des Kolpingsdenkmals aus Köln. Da Pawlik 1930 eine nicht genehmigte Kabarettvorstellung veranstaltete wurde gegen ihn ein Strafbefehl erlassen.

1931 pachtete der Oberkellner Edmund Rabe aus Grohn das Hotel. Treuhänder wird Schlätzer & Sohn. Durch die schlechte Geschäftslage konnte Rabe die Pacht nicht zahlen.

1932 wurde das Hotel Union von Wilhelm Conradi übernommen. Aus der Theaterbühne wurde eine Bühne und aus dem Tanzsaal ein Veranstaltungssaal.

1934 wurde ihm mitgeteilt, dass er die Schankerlaubnissteuer sofort sicher zu stellen habe. Das konnte er nicht, doch da die Wirtschaft für politische Veranstaltungen unverzichtbar war, durfte er den Betrieb weiter führen. 1935 musste Rabe sein Wohnhaus in Grohn verkaufen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+