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80.000 Bremer sind überschuldet

Zehntausende Bremer haben Probleme, ihre finanziellen Verpflichtungen zu begleichen. Die Corona-Krise dürfte die Zahlen weiter in die Höhe treiben.
10.11.2020, 14:15
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80.000 Bremer sind überschuldet
Von Stefan Lakeband

In keinem anderen Bundesland sind die Menschen so häufig überschuldet wie in Bremen. Das geht aus dem aktuellen Schuldneratlas von Creditreform hervor, der an diesem Dienstag vorgestellt wurde. Rund 80.000 Menschen können demnach ihren Schulden nicht aus ihren aktuellen Einkünften begleichen, was einer Quote von 14 Prozent entspricht. Die Corona-Pandemie könnte die Situation noch verschärfen.

Allein in der Stadt Bremen haben gut 59.500 Menschen Probleme beim Abbezahlen ihrer finanziellen Verpflichtungen – 300 weniger als im Jahr zuvor. Einen Anstieg gab es hingegen in Bremerhaven: Hier waren 200 Menschen mehr und insgesamt damit etwa 20.500 Menschen überschuldet. Die Seestadt ist damit Schlusslicht im Vergleich aller 401 Städte und Kreise. Mehr als jeder fünfte Bremerhavener gilt als überschuldet.

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Bundesweit sank die Überschuldungsquote hingegen erstmals seit 2016 unter die Marke von zehn Prozent. „Die Corona-Pandemie wird den aktuellen Positivtrend der Überschuldung in 2021 beenden“, warnt aber Peter Dahlke, Geschäftsführer von Creditreform Bremen. Es sei zu erwarten, dass viele Kurzarbeiter, aber auch branchenspezifische Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit abrutschen – und mittelfristig in die Überschuldung.

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