Kommentar über das VW-Projekt Moia Sinnvoller Beitrag

Mit dem Sammeltaxi-Projekt Moia tritt VW in Konkurrenz zum regulären Taxi-Gewerbe. Statt nach staatlichen Verboten zu rufen, sollten sich Taxi-Unternehmer auf ihre Stärken besinnen, sagt Peter Mlodoch.
10.08.2018, 20:07
Lesedauer: 1 Min
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Sinnvoller Beitrag
Von Peter Mlodoch

Es ist ein interessantes Experiment, das sich derzeit auf Hannovers Straßen abspielt. Die VW-Tochter Moia führt mittels App und Algorithmus in ihren Sammeltaxis unbekannte Fahrgäste zusammen, die sich Streckenabschnitte und Fahrentgelte teilen. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Aber wenn es richtig funktioniert, kann es ein sinnvoller Beitrag der Verkehrswende in den Innenstädten sein.

Dass der neue Service das angestammte Taxi-Gewerbe auf den Plan ruft, ist verständlich. Moia ist ein Zwitter zwischen den klassischen Droschken und dem ÖPNV. Natürlich wächst da trotz der behördlichen Auflagen und Preisvorgaben eine echte Konkurrenz heran. Aber: Neue Geschäftsideen bedrohen immer die etablierten Platzhirsche.

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Das ist in der Verkehrsbranche nicht anders als beim Einzelhandel, der gegen Online-Riesen wie Amazon zu kämpfen hat. Statt nach staatlichen Verboten rufen, sollten die Taxifahrer mit ihren Kompetenzen kontern: mehr Freundlichkeit, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft beim Ein- und Aussteigen sowie beim Einladen von Gepäck. Damit können Taxen im Wettbewerb um Kunden gut bestehen.

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