Kommentar zu Elektroautos

Spannungstief

Der Markt für Neuwagen mit E-Antrieb wächst weltweit nur noch schwach. Für die deutschen Autokonzerne könnte das zum Problem werden, meint Philipp Jaklin.
27.02.2020, 06:01
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Spannungstief
Von Philipp Jaklin
Spannungstief

In China und den USA schwächelt die Nachfrage nach E-Autos, in Deutschland ist der Marktanteil nur gering.

Monika Skolimowska /dpa

Die deutsche Autoindustrie hat ihr Schicksal an den Erfolg des Elektroautos geknüpft. Alle Hersteller haben teilweise sehr ehrgeizige Pläne für neue E-Modelle. Enorme Investitionen fließen gerade in Forschung und Entwicklung oder den Aufbau neuer Produktionsanlagen. Da muss es die Konzernzentralen alarmieren, wenn der Elektro-Markt weltweit nur noch so schwach wächst. Gerade einmal vier Prozent mehr Neuzulassungen im vergangenen Jahr – sollte sich der Trend fortsetzen, kann die Branche schwerlich darauf hoffen, dass sie E-Autos bald profitabel in ausreichender Stückzahl bauen wird.

Vor allem der Einbruch in China ist für die Hersteller ein Problem. Der größte Automarkt der Welt muss Taktgeber sein auch im Elektro-Geschäft, damit es sich rechnet. Dort und in den Vereinigten Staaten fährt die Regierung die staatliche Förderung herunter. Einmal mehr zeigt sich: Ohne beherzte Anreize des Gesetzgebers – auch zum Ausbau der Lade-Infrastruktur – ist ein Durchbruch des E-Autos auf dem Massenmarkt kaum zu erreichen. Auch die nach unten korrigierten deutschen Ziele für die Elektromobilität könnten sich als unrealistisch herausstellen.

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