IT-Firma seit 25 Jahren am Markt

Start-ups gab es schon immer

Bremen. Hätte Harald Rossol sein Unternehmen b.r.Genau wie sich die IT-Branche immer weiter entwickelte, machte auch Rossols Unternehmen diese Schritte mit – allein schon von den eigenen vier Wänden her von denen aus b.r.
29.10.2016, 00:00
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Start-ups gab es schon immer
Von Peter Hanuschke

Bremen. Hätte Harald Rossol sein Unternehmen b.r.m. Technologie- und Managementberatung aktuell gegründet, dann wäre es ein typisches Start-up gewesen. Diese Bezeichnung gab es vor 25 Jahren allerdings noch nicht. Aber innovative Ideen und Konzepte waren damals genauso wie heute gefragt – gerade in der IT-Branche. Der Bedarf an servergestützten Dienstleistungen war vor einem viertel Jahrhundert noch recht überschaubar: Vielmehr piepten und kreischten in vielen Büros noch Modems und aus Fax-Geräten quollen meterlange Papierschlangen. Beste Voraussetzungen, sich in diesem Bereich selbstständig zu machen, dachte sich Rossol und beriet zunächst Unternehmen bei der Ausstattung mit digitaler Infrastruktur.

Genau wie sich die IT-Branche immer weiter entwickelte, machte auch Rossols Unternehmen diese Schritte mit – allein schon von den eigenen vier Wänden her von denen aus b.r.m. agierte: Im Oktober 1991 wurde die Firma in Lilienthal gegründet und Rossol, der zuvor eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten gemacht hatte und anschließend Wirtschaft studierte, arbeitete von zu Hause. Ein Jahr später erfolgte bereits der Umzug in Räumlichkeiten direkt ans Bremer Universitätsgelände, was natürlich von der Adresse her auch besser zum IT-Bereich passte. Inzwischen war und ist es für viele innovative Unternehmen angesagt, in der noch jungen Überseestadt ihr Domizil aufzuschlagen: b.r.m. – was für business resource management steht – zog 2006 in den Speicher I und war damit eines der ersten Unternehmen, die die Überseestadt für sich entdeckten. Ganz aktuell hat die IT-Beratungsfirma gerade ihren neuen Überseestadt-Standort im Weser-Terminal 10 bezogen.

Als für Unternehmen die weltweite Vernetzung ihrer Aufgaben unausweichlich wurde, hatte b.r.m. passenderweise ein Rechenzentrum aufgebaut, mit dem sich das Unternehmen auf den Bedarf von Firmen, Verwaltungen und Institutionen konzentriert hat. So entstand ein mehrfach preisgekrönter IT-Dienstleister für digitale Dienstleistungen, mit einem Beraterstab und einem Rechenzentrum, das mit seinem integrierten Managementsystem nach den Vorgaben von Ecostep seit 2005 für Qualität, Umwelt und Arbeitsschutz regelmäßig zertifiziert wurde, unter anderem nach den ISO-Normen 9001 und 14001.

Nach dem Umzug in die Überseestadt war Ökonom Rossol beim Anblick ständig steigender Stromrechnungen skeptisch geworden. Die b.r.m. stellte etliche IT-Glaubenssätze in Frage und entwickelte eine neue digitale Infrastruktur im Rechenzentrum. Die bildete die Blaupause, als der Firmeninhaber das Zertifikat „Blauer Engel für energieeffiziente Rechenzentren“ mitentwickelte. Das erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, mit dem Umweltbundesamt und mit der TU Berlin. Mit seinem Rechenzentrum ist b.r.m. heute ein anerkannter Partner der Deutschen Energieagentur. 2009 wurde das Unternehmen von Bremens Umweltsenator als vorbildhafter „Klimaschutzbetrieb“ ausgezeichnet.

Trotzdem ist – angesichts weltweit sinkender Energiepreise – für b.r.m. die Energieeffizienz nicht länger der Motor des Wachstums. Heute bilden mehr und mehr die Datensicherheit, der Rund-um-die-Uhr-Service wie auch generell die rasche IT-Lösungskompetenz die Grundlagen des unternehmerischen Handelns.

„Wir wollen uns weiterihn intelligent auf dem Markt positionieren, also ein innovatives und partnerschaftliches Unternehmen bleiben“, sagt der 54-jährige Rossol. b.r.m. will ein innovatives und partnerschaftliches Unternehmen bleiben, das vor allem qualitativ wächst. „Denn Wachstum ist für mich ein qualitativer Begriff“, so der Unternehmer, der fünf Mitarbeiter beschäftigt.

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