Allein in Bremen fallen acht Verbindungen aus Streiks legen Flughäfen lahm

Bremen·Hannover. 6000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben bei Warnstreiks in den laufenden Tarifverhandlungen am Mittwoch die Arbeit ruhen lassen. Nachdem am Vortag vor allem die Region Hannover bestreikt worden war, kam es am Mittwoch hauptsächlich im Süden und Osten Niedersachsens zu Einschränkungen.
28.04.2016, 00:00
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Bremen·Hannover. 6000 Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben bei Warnstreiks in den laufenden Tarifverhandlungen am Mittwoch die Arbeit ruhen lassen. Nachdem am Vortag vor allem die Region Hannover bestreikt worden war, kam es am Mittwoch hauptsächlich im Süden und Osten Niedersachsens zu Einschränkungen. In Braunschweig und Göttingen war der öffentliche Nahverkehr vollständig lahmgelegt. Auch Stadtverwaltung, Stadtwerke und Kitas blieben in Braunschweig geschlossen. In Göttingen kam zudem keine Müllabfuhr. In Hannover war der Flughafen betroffen.

Allein in Braunschweig beteiligten sich rund 1200 Mitarbeiter an einer Kundgebung. Weitere Demonstrationen gab es in Göttingen, Lüneburg und Oldenburg. „Die zahlreichen Warnstreiks gestern und heute sind ein deutliches Signal an die öffentlichen Arbeitgeber, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte Verdi-Landesleiter Detlev Ahting auf einer Kundgebung in Oldenburg laut einer Mitteilung.

Seit den frühen Morgenstunden bestreikten Mitarbeiter am Flughafen Hannover die Bodenabfertigung, Verkehrsdienste sowie Verwaltung und Technik, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Elf Ankünfte und Abflüge der Lufthansa fielen während des Streiktags aus. Auch Air Berlin sagte dort einen Flug nach und von Stuttgart ab. In Bremen fielen insgesamt acht Flugverbindungen aus. „Es ist nicht hinnehmbar, dass der Staat lahmgelegt wird“, sagte der Sprecher des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds, Thorsten Bullerdiek. „Wir müssen dringend zurück an den Verhandlungstisch, um ein finanzierbares Ergebnis zu erzielen. Für große Sprünge fehlt derzeit die Liquidität.“

In dem Tarifstreit fordert Verdi sechs ­Prozent mehr Geld bei einem Jahr Laufzeit des Vertrages. Die Arbeitgeber – der Bund und die Kommunen – haben drei Prozent mehr Lohn und Gehalt für zwei Jahre geboten. Verdi sieht das allerdings anders: Da die drei Prozent in zwei Stufen angeboten würden und jede der beiden Erhöhungen erst jeweils im Juni wirksam werden solle, betrage es auf zwei Jahre gerechnet nur 1,8 Prozent.

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