Lebensmittel Süßwarenindustrie kämpft mit Engpässen

Bleiben die Schoko-Hasen etwa auf der Strecke? Die Branche kämpft mit einigen Engpässen
25.01.2022, 14:14
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Köln (dpa) - Lieferengpässe, steigende Rohstoffpreise und die Pandemie machen der deutschen Süßwarenindustrie nach eigenen Angaben schwer zu schaffen.

„Der Markt für wichtige Rohstoffe ist leergefegt, langjährig bestehende Lieferketten funktionieren nicht mehr“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), Carsten Bernoth, in Köln. Dies könne sogar Folgen für das Ostergeschäft haben, „etwa dass nicht alle beliebten Produkte wie Schoko-Hasen wie geplant produziert werden können“.

Am Sonntag (30. Januar) beginnt in Köln die Internationale Süßwarenmesse ISM. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wollen bei der viertägigen Fachmesse knapp 1100 Unternehmen aus 56 Ländern ihre Süßwaren und Snacks präsentieren.

Produktion und Umsatz stabil

Trotz der aktuellen Probleme sprach der Branchenverband für das vergangene Jahr von einer stabilen Entwicklung bei Produktion und Umsatz. Die Produktionsmenge habe um schätzungsweise 1,3 Prozent auf 3,9 Millionen Tonnen zugelegt, der Umsatz sei um 2,2 Prozent auf rund 13,1 Milliarden Euro gestiegen. Im wichtigen Exportgeschäft habe der Umsatz bei 8,9 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent) gelegen und damit wieder das Vor-Corona-Niveau von 2019 erreicht.

Im Trend lägen derzeit Produkte mit natürlichen Zutaten wie Nüssen, getrockneten Beeren oder Sesam, so der BDSI. Viele Hersteller setzten dabei auf pflanzliche Proteinquellen. „Immer mehr Produkte beinhalten etwa Hafer, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Soja, Linsen- oder Erbsenproteine.“ Auch Produkte mit verringertem Zuckergehalt gehörten wie schon in den Vorjahren zu den Produkttrends.

Die deutsche Süßwarenindustrie beschäftigte 2021 nach BDSI-Angaben rund 50.000 Menschen. Der Verband vertritt über 200 Unternehmen. Im Lebensmittelhandel hat das Süßwarensortiment laut Handelsverband Deutschland einen Umsatzanteil von rund zehn Prozent.

© dpa-infocom, dpa:220125-99-843472/3

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