Versorger baut Ökoenergie aus SWB-Tochter kauft Windkraftgruppe

Bremen. Die SWB kauft erstmals ein komplettes Windkraftunternehmen. Die hundertprozentige Tochter des Bremer Energieversorgers, SWB Crea, übernimmt alle Anteile an Gewi regenerative Energien.
24.06.2017, 00:00
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SWB-Tochter kauft Windkraftgruppe
Von Lisa Schröder

Bremen. Die SWB kauft erstmals ein komplettes Windkraftunternehmen. Die hundertprozentige Tochter des Bremer Energieversorgers, SWB Crea, übernimmt alle Anteile an Gewi regenerative Energien. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Die Gruppe mit Sitz in Husum plant, entwickelt und baut Windparks. Stefan Weber, Geschäftsführer der SWB Crea, ist überzeugt, dieser Schritt sei entscheidend, um die Ausbaustrategie der SWB im Onshore-Bereich umzusetzen.

Alle Aufgaben um eine Windkraftanlage gehörten zu den Leistungen der Gruppe, sagt Gewi-Gründer Winfried Gerold – von der Flächensicherung bis zur Genehmigung der Anlagen. „Wir können Parks schlüsselfertig übergeben.“ Für 45 Windräder mit einer Leistung von insgesamt 70 Megawatt übernimmt die Gewi die technische und kaufmännische Betriebsführung für Kunden in ganz Deutschland. Derzeit sind weitere Projekte mit einer geplanten Leistung von 220 Megawatt in Vorbereitung.

Die SWB will damit ihren Anteil an regenerativen Energien weiter ausbauen, denn die von Gewi entwickelten Windanlagen sollen in ihren eigenen Bestand aufgenommen werden. „Der Verkauf wird die absolute Ausnahme sein“, sagt Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender der SWB. Im Rahmen von 80 Megawatt produziere die SWB bereits eigene Windkraft.

„Das ist relativ viel für ein Stadtwerk.“ Derzeit liege der Anteil bei der alternativen Stromerzeugung bei etwa 18 Prozent – und er soll weiter wachsen.

Winfried Gerold verkauft sein 1998 gegründetes Unternehmen aus Altersgründen. Dafür sei es Zeit, sagt der 72-Jährige. Ausschlag für die Entscheidung gab auch, dass Gewi mit 14 Mitarbeitern zu klein sein, um sich am Markt langfristig durchzusetzen. Seit dem Umbau des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sei die Situation schwierig, der Bau eines Windparks ziehe sich in die Länge. Dafür ist nun der Zuschlag auf eine Ausschreibung nötig. „Wir haben keine Chance und als kleiner Wettbewerber Nachteile. Wir brauchen einen starken Partner.“

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