Bremen

Teure Fernwärme in Bremen

Bremen. Bundesweit ist der Preis für Fernwärme im Vergleich zum Vorjahr gesunken – in Bremen ist er jedoch zwischen Dezember 2016 und August 2017 um 27 Prozent gestiegen. Der Hauptversorger SWB erklärt, dass die regelmäßigen Preisänderungen aufgrund von Heizöl-, Drittlandsteinkohle- und Lohnkosten berechnet werden.
10.08.2017, 00:00
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Von Serena Bilanceri

Bremen. Bundesweit ist der Preis für Fernwärme im Vergleich zum Vorjahr gesunken – in Bremen ist er jedoch zwischen Dezember 2016 und August 2017 um 27 Prozent gestiegen. Der Hauptversorger SWB erklärt, dass die regelmäßigen Preisänderungen aufgrund von Heizöl-, Drittlandsteinkohle- und Lohnkosten berechnet werden.

Fernwärme kann durch eine Vielzahl verschiedener Quellen gewonnen werden, und die Kriterien, nach denen die Preise von den einzelnen Versorgern berechnet werden, variieren. Verbraucherschützer beklagen seit Jahren den Mangel einer einheitlichen, übersichtlichen Regulierung des Markts. Monopolartige Verhältnisse würden manchmal die Lage für Verbraucher erschweren. Oft könnten Kunden, die sich für Fernwärme entschieden haben oder diese im Kaufvertrag übernommen haben, nur mühsam wechseln. Manchmal sei dies gar nicht möglich, vor allem für Mieter.

Fernwärme bietet indes auch Vorteile: Sie gilt als umweltfreundlich, da die Wärme als überschüssiges Produkt während der Stromproduktion in Kraftwerken oder bei der Verbrennung von Müll in Müllverbrennungsanlagen entsteht. Damit sparen Verbraucher hohe Mengen an fossilen Quellen, die sonst für die Wärme-Produktion verbrannt werden müssten, und verursachen auf diese Art niedrigere Ausstöße an Kohlenstoffdioxid. Auch Quellen wie Biogas können dafür verwendet werden.

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