WESER-KURIER-Interview Verband kritisiert Erneuerbare-Energien-Gesetz

Bremen. Die Erhöhung der Umlage für die Ökostrom-Förderung heizt den Streit um die Kosten der Energiewende an. Nun fordert der Verband der Familienunternehmer den Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.
15.10.2012, 16:33
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Von Günther Hörbst

Bremen. Die Erhöhung der Umlage für die Ökostrom-Förderung heizt den Streit um die Kosten der Energiewende an. Nun fordert der Verband der Familienunternehmer den Ausstieg aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und kritisiert die Ungleichbehandlung von Unternehmen.

Der Verband der Familienunternehmer fordert eine radikale Reform der Förderung Erneuerbarer Energien. „Der massive Anstieg der EEG-Umlage um fast 50 Prozent ist eine logische Folge eines völlig falsch ausgerichteten Fördersystems“, sagte Lutz Goebel, Präsident des Verbandes „Die Familienunternehmer – ASU“ dem WESER-KURIER. „Die vielen Bestandsanlagen werden diesen Kostenblock noch lange aufrechterhalten. Wir müssen so schnell wie möglich aus dem EEG aussteigen.“

Der Verbandschef fordert gleitende Übergänge bei der EEG-Umlage, sodass Firmen in die Belastungen hineinwachsen könnten. „Es kann nicht sein, dass der Großteil der Familienunternehmer unter den höheren Gebühren leidet und ein anderer Teil der Wirtschaft durch die Befreiung als energieintensive Unternehmen sowie den gefallenen Strompreisen an der Börse doppelt davon profitiert. Ich habe große Probleme damit, dass diese Firmen am Ende weniger bezahlen als vor zwei Jahren“, sagte Goebel weiter. Die Kosten seien aktuell enorm. Die Erhöhung der EE-Umlage belaste Firmen mit rund 250.000 Euro und mehr. „Das ist schon gewaltig“, so Goebel.

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