Behinderungen bei der Zustellung

Verdi ruft zu Warnstreiks bei Beschäftigten der Post auf

Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 140.000 Angestellten der Post zu einem Warnstreik aufgerufen. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen. Der Streik hat Auswirkungen auf die Zustellung.
09.09.2020, 12:05
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa/sei
Verdi ruft zu Warnstreiks bei Beschäftigten der Post auf

Bei der Zustellung von Briefen und Paketen könnte es bei der Post in den nächsten Tagen zu einigen Verzögerungen kommen.

Sebastian Kahnert / dpa

Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwochmorgen zu Warnstreiks aufgerufen. Zum Auftakt legten Postbeschäftigte nach Gewerkschaftsangaben am Morgen an mehreren Standorten in NRW sowie am Münchner Briefzentrum ihre Arbeit nieder. In Bremen und Niedersachsen sollen die rund 1500 Beschäftigten der Post AG am Donnerstag ihre Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft mit. Es könne zu Behinderungen in der Brief- und Paketzustellung kommen. Man interpretiere das zuletzt unterbreitete Angebot als „Provokation und das werden sich unsere Mitglieder, die Tag für Tag zum Unternehmenserfolg beitragen, nicht einfach so bieten lassen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis am Mittwoch. Der Post-Konzern habe sein Ergebnis in der Corona-Pandemie deutlich steigern können.

Nach Angaben der Gewerkschaft wollte die Deutsche Post ihren rund 140.000 Beschäftigten zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate anbieten. Dagegen hält Verdi an einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest. Zudem sollen Azubis und Dual-Studierende eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21./22. September statt.

Die Deutsche Post DHL hatte Anfang August gute Geschäftszahlen für das vergangene Quartal gemeldet. Insgesamt legte der Umsatz des Logistikriesen zwischen April und Juni um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn erhöhte sich sogar um 14,6 Prozent auf 525 Millionen Euro. Wachstumstreiber war insbesondere der E-Commerce-Boom in der Corona-Krise, der das Paketgeschäft anheizte.

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