Transport Vorerst keine neuen Streiks am deutschen Himmel

Berlin/Frankfurt . Im deutschen Luftverkehr wird vorerst nicht wieder gestreikt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sagte den angekündigten Warnstreik bei der Fluggesellschaft Air Berlin und ihrer Tochter LTU ab, weil das Unternehmen ein verbessertes Angebot abgegeben habe.
04.03.2010, 16:20
Lesedauer: 1 Min
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Berlin/Frankfurt . Im deutschen Luftverkehr wird vorerst nicht wieder gestreikt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sagte den angekündigten Warnstreik bei der Fluggesellschaft Air Berlin und ihrer Tochter LTU ab, weil das Unternehmen ein verbessertes Angebot abgegeben habe.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Lufthansa laufen unverändert die Verhandlungen. Über eine Fortsetzung des in der vergangenen Woche ausgesetzten Pilotenstreiks hat die VC nach eigenen Angaben noch nicht entschieden.

Eine Air-Berlin-Sprecherin bestätigte die Annäherung mit der Gewerkschaft. Neue Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag zur Regelung der Arbeitsbedingungen könnte es etwa Mitte März geben, erklärte sie in Berlin.

Die Pilotenvereinigung hatte am Dienstag einen dreistündigen Warnstreik angekündigt, jedoch keinen Termin genannt. Sie fordert nach eigenen Angaben vergleichbare Arbeitsbedingungen für die rund 1200 Piloten bei LTU und Air Berlin auf dem höheren Niveau der Tochtergesellschaft LTU. Das Düsseldorfer Unternehmen war 2007 hinzugekauft worden.

Im Oktober hatten sich Piloten und Air Berlin bereits auf einen Tarifvertrag zu den Vergütungen geeinigt. Die Cockpitmitarbeiter sind dadurch bis zum 31. Dezember 2010 vor Entlassungen geschützt. Im Gegenzug gilt eine Nullrunde bei den Vergütungen. Die Piloten haben aber mehr Einkommenssicherheit, da erstmals eine garantierte Mindestzahl der bezahlten Stunden festgeschrieben wurde.

Keine sichtbare Annäherung gab es bislang bei den Verhandlungen zwischen der VC und der größten deutschen Gesellschaft Lufthansa. Über Einzelheiten sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es.

Die rund 4500 Piloten im engeren Konzernbereich wollen mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Für eine Absicherung ihrer Arbeitsplätze gegen Billigkonkurrenz auch aus dem eigenen Unternehmen hatten sie in einem früheren Stadium eine Nullrunde angeboten. Am Montag vergangener Woche hatten die Tarifpartner auf Druck des Frankfurter Arbeitsgerichts bereits nach einem Tag den gerade begonnenen Streik bis einschließlich kommenden Montag (8. März) ausgesetzt. Bislang gebe es keinen Beschluss des VC-Vorstands zur Fortführung des Streiks, sagte Sprecher Jörg Handwerg der Deutschen Presse-Agentur dpa. (dpa)

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