Neuland-Fleischerei Prott legt Wert auf Nachhaltigkeit und lässt sich von Klimaschutzagentur beraten Vorteile für Betrieb und Umwelt

Bremen-Nord. Die Neuland-Fleischerei Prott in Bremen-Lesum setzt nicht nur bei der Auswahl von artgerecht gehaltenen Tieren auf Nachhaltigkeit: Im Rahmen einer Energievisite zu den Bereichen Heizung und Kälte galt es sämtliche Anlagen aufzunehmen, energetisch zu bewerten und Maßnahmen zur Einsparung von Energie abzuleiten. Ein unabhängiger Energieberater aus dem KMU-Netzwerk der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energiekonsens erstellte eine detaillierte Ist-Aufnahme des Betriebes von Fleischermeister Henning Prott.
10.12.2017, 00:00
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Bremen-Nord. Die Neuland-Fleischerei Prott in Bremen-Lesum setzt nicht nur bei der Auswahl von artgerecht gehaltenen Tieren auf Nachhaltigkeit: Im Rahmen einer Energievisite zu den Bereichen Heizung und Kälte galt es sämtliche Anlagen aufzunehmen, energetisch zu bewerten und Maßnahmen zur Einsparung von Energie abzuleiten. Ein unabhängiger Energieberater aus dem KMU-Netzwerk der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energiekonsens erstellte eine detaillierte Ist-Aufnahme des Betriebes von Fleischermeister Henning Prott. Das Resultat: eine Bewertung mit konkreten Vorschlägen, die nicht nur die Energiekosten drastisch verringern, sondern gleichzeitig zur Entlastung der Umwelt sowie Schonung der Ressourcen beitragen.

In der inhabergeführten Fleischerei verursachen zahlreiche Kühlanlagen für Verkaufstheken, Kühlräume, Reifekammern, Eiskühlung und Ladengeschäft einen sehr hohen Energiebedarf. Durch mehrere Erweiterungen des Betriebs über drei Generationen wuchs die Anzahl der elektrisch betriebenen Kühlgeräte auf zwölf Aggregate, die eine immense Abwärme erzeugen. Durch die Integration einer Wärmepumpe, die diese Abwärme für Warmwasser nutzbar macht, sieht der Energieberater ein großes Potenzial zur Energieeinsparung. „Da warmes Wasser insbesondere bei der Wurstherstellung in großen Mengen benötigt wird, werden wir unsere Möglichkeiten prüfen lassen und die Umsetzung erwägen“, sagt Henning Prott. Denn die Einsparung von Energie und Kosten für die Warmwasserzubereitung, die zurzeit von der Ölheizung bedient wird, stände ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und würde die bei der Kälteerzeugung frei werdende Wärme nicht ungenutzt verpuffen lassen.

Bei der Energievisite konnten außerdem zahlreiche kleinere Energiefresser entlarvt werden, deren Beseitigung nachhaltig ein Plus für Betrieb und Umwelt bedeuten würde: Dazu zählen zum Beispiel die Dämmung von Verteilerleitungen oder deren Erneuerung. Der Einbau simpler Zeitschaltuhren für die Warmwasserzubereitung wurde ebenfalls auf die Liste der sofortigen Maßnahmen gesetzt. Genau wie die Entfernung der hölzernen Heizungsverkleidungen im Büro, die derzeit verhindern, dass die Wärme ungehindert im Raum zirkulieren und effizient genutzt werden kann.

Durch eine Erneuerung der Dichtungen an den Kühlschubläden lässt sich genauso effizient Energie sparen wie durch die konsequente Umstellung der Beleuchtung an den Kühltheken auf LED-Technik. Denn LED-Lampen verbrauchen nicht nur rund zwei Drittel weniger Strom als Leuchtstoffröhren, sondern erzeugen wesentlich weniger Wärme. Das würde das Kühlsystem zusätzlich entlasten und Energie einsparen. Henning Prott ist begeistert: „Wenn ich durch solch einfache Maßnahmen zuverlässig meinen Energiebedarf senken und die Umwelt schonen kann, setze ich diese natürlich sofort um.“ Größere Investitionen wie der Umbau der Kühlanlagen zur eventuellen Nutzung der Abwärme mittels Wärmepumpe bedürfen zusätzlicher Prüfungen, aus denen neben den Details zur technischen Realisierung hervorgeht, wann sich der Kapitaleinsatz durch die Einsparung amortisieren würde. Durch die Inanspruchnahme einer sogenannten Energieberatung Mittelstand – ein Förderangebot des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – könnten diese Punkte detailliert aufgezeigt und die beste Lösung für die Fleischerei Prott erarbeitet werden.

Betriebe, die im Rahmen einer Energievisite ihren Energiebedarf auf den Prüfstand stellen wollen, können sich diese von der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Energiekonsens fördern lassen. Informationen dazu gibt es unter www.energiekonsens.de/energievisiten.

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