Krisentreffen zum „Zukunftspakt" VW beunruhigt Zulieferer

Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies will Autozulieferer möglichst früh in den Umbau im VW-Konzern einbeziehen. Es bestehe die berechtigte Sorge, ob das Beschäftigungsniveau und die Innovationsfähigkeit im Bundesland zu halten seien, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen des Konzerns mit Zulieferern und Verbänden am Dienstag in Hannover.
07.12.2016, 00:00
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Von dpa

Hannover. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies will Autozulieferer möglichst früh in den Umbau im VW-Konzern einbeziehen. Es bestehe die berechtigte Sorge, ob das Beschäftigungsniveau und die Innovationsfähigkeit im Bundesland zu halten seien, sagte der SPD-Politiker nach einem Treffen des Konzerns mit Zulieferern und Verbänden am Dienstag in Hannover. Die Unternehmen dürften deshalb nicht erst beim Einkauf von Komponenten gefragt sein, sondern müssten schon in die Entwicklung neuer Produkte eingebunden werden.

An dem Gespräch nahmen am Dienstag 25 Vorstände von niedersächsischen Autozulieferern teil. Das Wirtschaftsministerium hatte das Treffen vermittelt. VW sollte die Automobilzulieferer über die Auswirkungen des „Zukunftspakts„ aufklären. Der Automobilhersteller hatte zuletzt den Abbau von 23 000 Jobs und eine stärkere Ausrichtung auf Elektroautos sowie Digitalisierung angekündigt. Noch immer lieferten 75 Prozent der Unternehmen Teile und Technik für Verbrennungsmotoren, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller. „Die Betroffenheit der Industrie bei der Transformation von Verbrennungsmotor in Richtung Elektromotor ist enorm.“ VW habe am Dienstag den Zulieferern deshalb die konkreten Absatzzahlen für E-Autos erläutert, auf die sich die Zulieferer einstellen könnten, hieß es vom Wirtschaftsminister.

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