Nach dem Attentat auf Alexei Nawalniy Lilienthaler Firma Riol Chemie im Fokus der US-Behörden

Die USA reagieren auf den Umgang mit Alexei Nawalniy in Russland mit Sanktionen. Auf einer Liste des US-Handelsministeriums taucht außerdem die Chemiefirma aus Lilienthal auf, die einem Ukrainer gehören soll.
18.03.2021, 20:00
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Lilienthaler Firma Riol Chemie im Fokus der US-Behörden
Von Florian Schwiegershausen

Die US-Behörden haben auf die Vergiftung und Inhaftierung des russischen Oppositionellen Alexei Nawalny reagiert. Neben der Verhängung von Sanktionen gegen russische Politiker hat das US-Handelsministerium außerdem eine Reihe von Firmen mit Exportrestriktionen belegt, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet. Auf der Liste taucht auch das Unternehmen Riol Chemie aus Lilienthal auf. Der Ukrainer, dem die Firma gehört, wohnt in Bremen. Am Donnerstag war er am Telefon nicht zu sprechen. Ein Mitarbeiter am Telefon sagte dem WESER-KURIER aber, dass man sich nach dem Grund für diesen Schritt frage.

Laut einem früheren Eintrag im Handelsregister importiert und exportiert die Firma Chemikalien, pharmazeutische Substanzen, Laborausrüstungen und Technologieanlagen. Regelmäßig sind vor dem Unternehmen in Lilienthal Lkw aus Russland anzutreffen. Das Auswärtige Amt sagte, dass es sich bei dem Vorgehen des US-Ministeriums nicht um Sanktionslisten im engeren Sinne handele. Es gehe um die US-Exportkontrolle und keine Sanktionen außerhalb der USA.

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