Kosmetik Wirtschaftskrise trifft auch Douglas

Düsseldorf/Hagen. Die Wirtschaftskrise macht dem Handelskonzern Douglas vor allem im Ausland zu schaffen. «Mit voller Wucht» traf die Krise im vergangenen Geschäftsjahr Europas größte Parfümeriekette insbesondere in Spanien, Portugal, im Baltikum und in Ungarn.
13.01.2010, 13:20
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Düsseldorf/Hagen. Die Wirtschaftskrise macht dem Handelskonzern Douglas vor allem im Ausland zu schaffen. «Mit voller Wucht» traf die Krise im vergangenen Geschäftsjahr Europas größte Parfümeriekette insbesondere in Spanien, Portugal, im Baltikum und in Ungarn.

Der Gewinn brach in dem Ende September abgeschlossenen Jahr um über 35 Prozent auf 62,8 Millionen Euro ein, wie die Douglas Holding AG am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Als Gegenmaßnahme werden unter anderem 50 unrentable Parfümerien geschlossen. Dies lässt sich Douglas 24 Millionen Euro kosten.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2008/09 um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Plus lag über dem selbstgesteckten Ziel von 2 Prozent. Werden neue Filialen herausgerechnet, ergab sich auf vergleichbarer Fläche allerdings ein Umsatzrückgang von 1,0 Prozent. Rund 35 Prozent des Umsatzes erzielt Douglas im Ausland. Der Vorsteuergewinn von rund 128 Millionen Euro vor den Schließungskosten lag ebenfalls im Zielkorridor. Wie im Vorjahr soll es 1,10 Euro Dividende je Aktie geben.

Zum Konzern gehören die Ketten Douglas (Kosmetik), Thalia (Bücher), Christ (Schmuck), Hussel (Süßwaren) und AppelrathCüpper (Damenmode). Die Zahl der Beschäftigten sank um rund 330 auf rund 24 200. Zum Konzern gehören mehr als 2000 Geschäfte.

Den Start ins neue Geschäftsjahr bezeichnete Douglas-chef Henning Kreke als «recht zufriedenstellend». Der Umsatz des im Börsensegment MDAX notierten Unternehmens stieg im ersten Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2009) um 0,7 Prozent. Ein deutliches Plus in Deutschland konnte dabei einen erneuten Umsatzrückgang im Ausland mehr als wettmachen. Detaillierte Zahlen will das Unternehmen am 9. Februar veröffentlichen.

Douglas setzt in seiner Strategie weiter auf den Wunsch der Verbraucher nach einem «Hauch von Luxus». Diesen gönnten sich die Menschen auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten «ab und zu gern», sagte Kreke. (dpa)

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