Milchbauern-Protest gegen niedrige Preise

Mit 500 Treckern nach Bremen

Zahlreiche Landwirte aus der Region haben am Donnerstag mit Treckern vor dem Deutschen Milchkontor in Bremen gegen niedrige Milchpreise protestiert.
19.11.2020, 14:45
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Mit 500 Treckern nach Bremen

Die Milchbauern machten sich am Donnerstag mit ihren Treckern auf den Weg nach Bremen - hier auf Höhe des Hastedter Osterdeichs.

Sarah Haferkamp

Mit einer großen Trecker-Demonstration haben Landwirte am Donnerstag ihren Unmut über die niedrigen Milchpreise und die schwierige Lage der Bauern zum Ausdruck gebracht. Nach Angaben der Bremer Polizei nahmen an der in Elsdorf (Landkreis Rotenburg) begonnen Fahrt mehr als doppelt so viele Traktoren teil wie erwartet.

Statt 200 hätten sich etwa 500 Fahrzeuge auf den Weg nach Bremen gemacht, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Demonstrationszug sei 16 Kilometer lang gewesen. Die Polizei hatte zuvor vor erheblichen Verkehrsbehinderungen im Stadtgebiet Bremen gewarnt, wo der Demonstrationszug in der Nähe des Gebäudes des Deutschen Milchkontors an der Flughafenallee endete.

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Der Milchindustrie-Verband (MIV) hatte diese Woche mit Blick auf die schwierige Marktlage betont, dass Demonstrationen nicht dazu beitrügen, das Problem zu lösen. Vielmehr müssten Molkereien und Landwirte gemeinsam darauf hinarbeiten, die Vermarktung und damit einhergehend auch die Kommunikation für die Milch zu stärken.

Eine plakative Forderung von „mindestens 15 Cent mehr pro Liter Milch“ - einem Plus von 40 Prozent - helfe nicht. Denn die Marktpreise der Rohmilch richteten sich nach Angebot und Nachfrage, so der MIV.

Inzwischen ist die Trecker-Demo beendet und die Landwirte auf dem Rückweg in Richtung Heimat, wie die Polizei auf Twitter meldete.

++ Dieser Artikel wurde um 16.40 Uhr aktualisiert ++

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