Kinderimpfzentrum Bremen So sehen Fünf- bis Elfjährige ihren Piks gegen Corona

Die fünf- bis elfjährigen Mädchen und Jungen, die in der ehemaligen SWB-Geschäftsstelle gegen Corona geimpft werden, haben ihre ganz eigenen Gedanken zu dem Virus und wie man es bekämpft, zu Papier gebracht.
05.01.2022, 21:46
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So sehen Fünf- bis Elfjährige ihren Piks gegen Corona
Von Sabine Doll

Die Wände im Kinderimpfzentrum Sögestraße sind auf ganz besondere Art und Weise gestaltet – nämlich von den Impflingen selbst. Die fünf- bis elfjährigen Mädchen und Jungen, die in der ehemaligen SWB-Geschäftsstelle gegen Corona geimpft werden, haben ihre ganz eigenen Gedanken zu dem Virus und wie man es bekämpft, zu Papier gebracht. Die Botschaften sind durch die Bank klar und knapp: „Corona Buh“ etwa, „Impfen ist cool“ oder „Es tut nicht weh“. Und bei Ansicht aller Bilder könnte man sogar auf den Gedanken kommen: „Wow, beim Impfspitzenreiter Bremen werden jetzt auch die Kängurus geimpft“. Außerdem auffallend: Die Mädchen und Jungen, die sich selbst oder andere Kinder gemalt haben, haben ein Lächeln im Gesicht. Die Rollen sind klar verteilt: Die Impfung ist der Held, Corona der Bösewicht.

„Es ist richtig toll, was die jungen Bremerinnen und Bremer da gezeichnet haben“, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher der Gesundheitsbehörde. Vor drei Wochen hat das Kinderimpfzentrum in der Innenstadt den Betrieb aufgenommen, parallel zu den Kinder- und Jugendarztpraxen werden in der Stadt Bremen seit dem 14. Dezember dort Fünf- bis Elfjährige geimpft.

2528 Mädchen und Jungen haben bis einschließlich 30. Dezember in dem Zentrum den Piks gegen Corona bekommen. Im gesamten Land Bremen waren es laut Fuhrmann in diesem Zeitraum 3700 Impfungen, inklusive Kinder- und Jugendarztpraxen. Etwa 41.000 Mädchen und Jungen in dieser Altersgruppe leben im kleinsten Bundesland.

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Sämtliche Einladungen an die Sorgeberechtigten wurden nach Angaben der Behörde per Post verschickt, die letzten vor Weihnachten. Im Gegensatz zu den Erwachsenen werden die jungen Impflinge ausschließlich per Post eingeladen. „Wir können absolut zufrieden damit sein, wie das Impfangebot angenommen wird“, betont der Sprecher von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). „Das zeigt sich vor allem auch daran, dass die Termine für die ersten drei Januarwochen bereits komplett ausgebucht sind.“

Bei der Einrichtung des Impfzentrums wurde auf eine kindgerechte Gestaltung gesetzt: Bunte Stühle und Comicfiguren an den Wänden gehören dazu – und eine Rätselseite mit Platz für eine Zeichnung. Betreiber des Zentrums sind die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Arbeiter-Samariter-Bund.

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