Auffangstation „Rasselbande“

Fotoreportage: Leben auf dem Tiergnadenhof

Ponys, Hunde, Katzen, Alpakas oder auch Waschbären - auf dem Gnadenhof „Rasselbande“ in Sandbostel finden Tiere ein Zuhause, die anderorts nicht mehr gewollt sind. Ein Einblick.
24.05.2020, 08:54
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Von Fabian Wilking (Fotos) und Patricia Friedek (Text)

Der Geruch von Tierfutter erfüllt den Flur. Ein paar Katzen schleichen um Christine Jostens Beine. Die Tierschützerin öffnet die Tür und zeigt auf einen größeren Zwinger. „Die Fundkatze hat uns gerade jemand gebracht, sie war tragend und hat heute Nacht ihre Babys bekommen. Aber noch fühlt sie sich damit nicht so wohl“, sagt Josten und richtet eine Rotlichtlampe auf den Käfig.

Dass hier ein Tier in einem Zwinger sitzt, ist die absolute Ausnahme. Denn auf dem Tiergnadenhof in Sandbostel leben die Hunde und Katzen, Vögel und Kleintiere normalerweise in großen Tierwohnzimmern. Der Gnadenhof „Rasselbande“ ist das Zuhause von 45 Hunden, 25 Katzen, sechs Ziegen, fünf Pferden, Papageien, einem Esel, einem blinden Lama, Waschbären und noch vielen anderen Tieren. Auf fünf Hektar Land können sie sich jeden Tag austoben. Damit unterscheidet sich der Hof zu einem großen Teil von einem Tierheim.

Josten arbeitet mit vielen Behörden und Organisationen zusammen, etwa der Waschbär-Nothilfe oder dem Veterinäramt im Landkreis Osterholz. Der Gnadenhof finanziert sich lediglich über Spenden, Vermittlungsgebühren und Mitgliedsbeiträge. Darüber hinaus lebt er von Sach- und Futterspenden. Dafür gebe es eine Wunschliste auf Amazon, wie Josten erklärt, auf der sie zusammenträgt, was gerade gebraucht wird.

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