Offener Brief Vorschläge zu Kinderrechten

Das Kinderhilfswerk hat Forderungen für die Koalitionsgespräche in Bremen formuliert: Die Kinderrechte in der Landesverfassung sollten ausgeweitet und die Altersgrenze bei Wahlen auf 14 Jahre gesenkt werden.
16.06.2019, 18:03
Lesedauer: 1 Min
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Vorschläge zu Kinderrechten
Von Detlev Scheil

Das Deutsche Kinderhilfswerk mit Sitz in Berlin dringt anlässlich der Koalitionsgespräche in Bremen auf ein klares Bekenntnis zu einem am Wohl von Kindern und Familien ausgerichteten Koalitionsvertrag und einer Stärkung der Kinderrechte in Bremen. In Briefen an Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), die Grünen-Fraktionsvorsitzende Maike Schaefer und die Vorsitzende der Linksfraktion, Kristina Vogt, hat das Kinderhilfswerk einige Vorschläge unterbreitet. So wird angeregt, die Kinderrechte in der Landesverfassung auszuweiten, die Wahlaltersgrenze bei Landtags- und Kommunalwahlen auf 14 Jahre zu senken und verbindlichere Beteiligungsmöglichkeiten von Schülern in den Schulen zu regeln.

„Die Vorrangstellung des Kindeswohls bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, ist in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegt“, sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks. Diese Konvention sei geltendes Recht in Deutschland. „Auch deshalb gehören Kinderrechte ins Zentrum der Koalitionsverhandlungen in Bremen“, meint Hofmann.

Die Verantwortlichen des Kinderhilfswerks sind davon überzeugt, dass in Fragen der Beteiligung ein tiefgreifender Wandel im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern dringend notwendig sei. „Kinder und Jugendliche sind eigenständige Persönlichkeiten mit vielfältigen Fähigkeiten. Ihre Beteiligung ist der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie“, heißt es in einer Mitteilung des Kinderhilfswerks. Demokratiebildung und gelebte Demokratie mit Kindern und Jugendlichen sollten zu einer Selbstverständlichkeit werden „und fortan das Leitbild sowohl für das staatliche als auch das gesellschaftliche Handeln in Bremen sein“, erklärt Bundesgeschäftsführer Hofmann in dem offenen Brief.

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