Kommentar über Frauenfußball in Bremen-Nord Mehr Engagement

Nur noch drei Vereine in Bremen-Nord haben eine Frauen-Fußballmannschaft im Ligabetrieb. Eine schwache Leistung, findet Redakteurin Nastassja Nadolska und fordert in ihrem Kommentar mehr Bereitschaft.
20.12.2020, 14:45
Lesedauer: 1 Min
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Mehr Engagement
Von Nastassja Nadolska

Nur noch drei Vereine bieten Frauenfußball in Bremen-Nord an – dieses Ergebnis ist mehr als schwach. Klar, der Frauenfußball ist schon etwas anderes und nicht unbedingt einfacher als bei den Herren. Nicht immer kommen die Spielerinnen untereinander klar. Manchmal sind auch kleine Zickerein vorprogrammiert. Ich selbst als aktive Spielerin spreche aus Erfahrung. Oft werden Gründe wie zu wenig Zeit, keine Lust oder das fehlende Interesse genannt, woran am Ende das Weiterführen einer Frauenmannschaft scheitert. Vereine, die sich damit abfinden, machen es sich aber zu leicht. Es fehlt das nötige Engagement, die Bereitschaft und vor allem die Geduld. Es gibt genügend positive Beispiele, wie der Frauenfußball gut laufen kann. In Bremen ist es beispielsweise der SC Borgfeld oder die ATS Buntentor. Im Umland ist es der VSK Osterholz-Scharmbeck, der nun mit einem Nachwuchskoordinator den Frauenfußball stärker fördern möchte. Dementsprechend dürfen sich die Vereine in Bremen-Nord auch nicht wundern, wenn es die Mädchen und Frauen eher ins Umland oder in die Stadt zieht. Viele Vereine gehen mit einem guten Beispiel voran. Warum sich nicht einfach etwas davon abgucken oder gar mit den Vereinen in Kontakt treten und anschließend ein Konzept entwickeln, wie man den Frauenfußball in Bremen-Nord noch stärker machen kann? Die Möglichkeiten wären also da...

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