Die in Schwierigkeiten geratene Männermodekette Wormland schließt ihre Filiale in der Bremer Sögestraße. Für den Standort konnte nach Angaben des Unternehmens mit dem Vermieter keine zukunftsfähige Einigung gefunden werden. Filialen von Wormland in Nürnberg und Frankfurt am Main werden aus diesem Grund ebenfalls zugemacht. Die Filiale in der Waterfront soll derweil fortgeführt werden.
Für die Bremer Innenstadt ist es die nächste schlechte Nachricht in kurzer Zeit. Das Aus von Sportscheck in Bremen – ebenfalls in der Sögestraße – steht erst seit Kurzem fest. Außerdem will die Technik-Kette Gravis seine Läden in Deutschland komplett schließen. In Bremen ist davon ein Geschäft in der Knochenhauerstraße und in der Waterfront betroffen. Die Kette bietet unter anderem Produkte von Apple und zertifizierte Reparaturen dafür an.
Genau wie Sportscheck will auch Wormland seine Filiale Ende Juni dieses Jahres schließen. Um jeden Standort sei gekämpft worden. „Unser erklärtes Ziel war, alle Standorte zu erhalten", äußert sich die Geschäftsleitung von Wormland zur Schließung der drei Filialen. "Leider haben wir es nicht geschafft, die Vermieter dieser Standorte für eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu gewinnen." Wormland verbinde eine jahrzehntelange Geschichte mit Frankfurt, Nürnberg und der Bremer Filiale Sögestraße. "Es arbeiten großartige Menschen in diesen Filialen. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl.“
17 Mitarbeiter von Wormland-Aus in Bremer Sögestraße betroffen
Um die in Bremen betroffenen 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmere man sich bereits intensiv. "Rund der Hälfte bieten wir eine Beschäftigung in der Bremer Filiale Waterfront beziehungsweise in Hamburg oder Hannover an – das sind sehr gute Lösungen", heißt es von Wormland. Die anderen Beschäftigten seien überwiegend auf Mini-Job-Basis angestellt. Hier könne keine Weiterbeschäftigung angeboten werden.
Im Januar machte das Unternehmen seine Probleme bekannt. Die Kaufkraft der Kunden sei spürbar zurückgegangen. In einem Schutzschirmverfahren sucht Wormland den Weg in die Zukunft – dann noch mit acht Standorten in Berlin, Bochum, Dortmund, Hamburg, Hannover, München, Oberhausen und eben der Bremer Waterfront. Das Amtsgericht Hannover hat das Insolvenzverfahren nun eröffnet und die Eigenverwaltung bestätigt. Im April soll den Gläubigern ein Sanierungsplan vorgelegt werden.