Corona in Schulen Eltern demonstrieren für mehr Infektionsschutz an Schulen

Die Mitglieder des Bündnisses "Bremens Kinder und Corona" sind unzufrieden mit der Corona-Politik von Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD). Deshalb demonstrierten sie am Donnerstag vor der Bildungsbehörde.
07.01.2022, 18:38
Lesedauer: 1 Min
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Von Lucas Brüggemann

"Make School safe again"("Macht Schule wieder sicher") skandieren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einer Demonstration am Freitag vor der Bremer Bildungsbehörde. In ihrem Aufruf zur Demonstration kritisiert die Gruppe "Bremens Kinder und Corona" Bildungssenatorin Sascha Aulepp (SPD) und den Zentralelternbeirat dafür, dass trotz der "explodierenden Coronazahlen" Bildung als reine Präsenzveranstaltung ohne weitere oder bessere Hygienemaßnahmen stattfinden soll. Etwa 70 Teilnehmer sind dem Aufruf gefolgt und haben mit Megaphonen und Plakaten ihren Unmut geäußert. Ihre Forderungen ssind unter anderem kleinere Klassenstärken und PCR-Pooltests. 

"Wir sind hier, weil wir aus unserer Twitter-Online-Blase herauswollen", sagt Jens Kube. Das Bündnis "Bremens Kinder und Corona" sei eine lose Organisation, die sich bisher primär bei Twitter ausgetauscht habe. Kube kritisiert, dass die in den Schulen eingesetzten Schnelltests mit Blick auf die Delta- und die sich verbreitende Omikron-Variante des Coronavirus nicht genau genug seien. "Die Tests reagieren zu spät." Als Alternative nennt er sogenannte PCR-Pooltests. Dabei würden die zu untersuchenden Proben gesammelt und im Labor untersucht. Sollte dann das Coronavirus nachgewiesen werden, würden Einzeltests durchgeführt, um die infizierte Person oder mehrere Infizierte herauszufiltern. Kube plädiert außerdem für eine Aussetzung der Präsenzpflicht an den Schulen. "Das sind Maßnahmen, die sich relativ schnell umsetzen lassen", sagt er und hat dabei den Schulstart in Bremen nach den Weihnachtsferien am Montag im Blick.

Unter den Demonstrierenden ist auch Claudia Armgardt. Sie ist Neuropsychologin und behandelt Long-Covid-Patienten in Bremen und Oldenburg. Die Folgen einer Corona-Infektion, gerade die kognitiven Einschränkungen, die einige auch lange danach noch hätten, seien furchtbar mit einzusehen, sagt sie. Bisher behandele sie noch keine Kinder. "Sie sind aber schon in den Rehakliniken angekommen", sagt Armgardt und weiter: "Eine Präsenzpflicht, so wie sie sein soll, geht nicht."

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