Neujahrsansprache Kanzler Scholz hat Erwartungen geweckt

In Neujahrsansprachen wird bilanziert und vorausgeblickt. Kanzler Olaf Scholz hat trotz der schwierigen Corona-Lage von einem Aufbruch in eine neue Zeit gesprochen. Das ist mutig, meint Hans-Ulrich Brandt.
01.01.2022, 17:17
Lesedauer: 1 Min
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Kanzler Scholz hat Erwartungen geweckt
Von Hans-Ulrich Brandt

Schnörkellos und immer etwas einschläfernd, so spricht er nun einmal. Olaf Scholz macht da bei seiner ersten Neujahrsansprache als "Ihr Bundeskanzler" keine Ausnahme. Warum sollte er auch? Andere vor ihm waren ähnlich dröge. Wer sich Ansprachen von Willy Brandt oder Helmut Schmidt anhört, erlebt auch keine sprachlichen Feuerwerke. So begrüßte Brandt 1969 die „Lieben Mitbürger“ in seiner typisch knarzigen Art und mit rollenden R mit der Ansage: „Gefühlvolle Deklamationen sind nicht meine Sache. Verantwortliches Handeln zwingt zum nüchternen Denken.“ Übrigens hielt er damals noch die Weihnachtsansprache, die Neujahrsansprache war Sache des Bundespräsidenten. Von 1970 an wurde gewechselt.

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