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Moin Moin gesundes Leben Eine Frage der Einstellung

Fleisch, Fisch, Gemüse - Viele Menschen ernähren sich bewusst nur von bestimmten Lebensmitteln. Die fünf wichtigsten Ernährungsweisen kurz und knapp vorgestellt.
11.11.2021, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sebastian Krüger

Gesundheit, Tierwohl, Umweltschutz und Lifestyle sind Faktoren, die in der Ernährung vieler Menschen eine Rolle spielen. Neben dem klassischen Allesesser haben sich viele weitere Ernährungsweisen etabliert, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Omnivoren

Omnivore Esser verspeisen prinzipiell alle tierischen und pflanzlichen Lebensmittel – manchmal mehr vom einen als vom anderen. Aber: Allesesser, die nur selten Fleisch verspeisen, zählen mitunter schon zur wachsenden Gruppe der Flexitarier.

Vegetarier

Im Grunde ist es einfach, aber irgendwie doch nicht: Vegetarier ernähren sich ohne Fleisch und Fisch. Zweiteres steht zur Debatte (siehe Pescetarier). Aber auch ohne Meeresbewohner ist vegetarische Ernährung keineswegs einheitlich. Manche tierischen Produkte werden von einigen akzeptiert, von anderen gemieden. Das Geliermittel Gelatine etwa, das meist aus dem Bindegewebe von Schweinen und Rindern produziert wird. Streng genommen sind auch manche Käsesorten nicht vegetarisch, wenn das Enyzmgemisch Lab bei der Herstellung verwendet wird, das aus Kälbermägen gewonnen wird. Laut Statista bezeichneten sich im vergangenen Jahr 6,5 Millionen Deutsche als Vegetarier, was einem Anteil von gut 7,8 Prozent entspricht.

Pescetarier

Pescetarier verzichten auf Fleisch, allerdings nicht auf Fisch. Auch Meeresfrüchte sind unter Pescetariern nicht verpönt. Manchmal werden die gesundheitlichen Vorzüge von Fisch hervorgehoben, manchmal ist es einfach ein Kompromiss aus ethischer Überzeugung und persönlichem Geschmack. Umfragen gehen von rund drei Prozent Bevölkerungsanteil aus.

Flexitarier

Flexitarier sind – je nach Sichtweise – eine Untergruppe der Omnivoren oder der Vegetarier. Flexitarer essen prinzipiell Fleisch und Fisch, aber nur selten oder zu bestimmten Anlässen. Sie verbannen Billigfleisch aus Massentierhaltung von ihrem Speiseplan und legen bei Steak, Fisch und Co. Wert auf Qualität, artgerechte Haltung und nachhaltige Produktion. Sie kaufen lieber von kleinen, regionalen Betrieben oder aus Bio-Produktion und verzichten dafür auf den täglichen Konsum. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ernähren sich 42 Millionen Deutsche flexitarisch – viele, ohne sich wissentlich dieser Kategorie zuzuordnen. Das entspricht gut 50,6 Prozent, aber je nach Zählweise ist der Übergang zu Omnivoren fließend.

Veganer

Anders als Vegetarier meiden Veganer nicht nur Fleisch und Fisch, sondern alle tierischen Erzeugnisse. Damit sind auch Eier, Milchprodukte und Honig gestrichen. Und da Veganismus sich häufig nicht auf die Ernährung beschränkt, werden tierische Produkte auch aus anderen Lebensbereichen verbannt, etwa Leder und Pelz aus dem Kleiderschrank. Bei einer ausgeglichen Ernährung können Veganer beinahe alle wichtigen Nährstoffe durch pflanzliche Lebensmittel aufnehmen. Einzig Vitamin B12 kommt nur in tierischen Produkten natürlich vor, weswegen Veganern die Einnahme von Ersatzpräparaten empfohlen wird. Statista zählte 2020 1,1 Millionen Veganer in Deutschland, also gut
1,3 Prozent.

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