Was Viertelbewohner nervt Ärger über Wildpinkler und Müllkippen

Die gemeinsame Sitzung der Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt haben Viertelbewohner genutzt, um öffentlich zu sagen, wo der Schuh drückt.
17.02.2018, 15:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Sigrid Schuer

Bei der jüngsten, gemeinsamen Sitzung der Beiräte Mitte und Östliche Vorstadt haben Viertelbewohner Missstände zur Sprache gebracht. Rainer Stadtwald, sachkundiger Bürger von den Grünen, fragte, was gegen die illegale Entsorgung von Gewerbemüll an der Mauer der Helenenstraße unternommen werde.

Ortsamtsleiterin Hellena Harttung antwortete: „Wir wissen, dass die Imbiss-Besitzer seit einigen Monaten ihren Müll dort entsorgen und haben bereits die Polizei und das Ordnungsamt eingeschaltet. Momentan wird der Müll von der Stadtreinigung fünf Mal pro Woche temporär entsorgt.“ Außerdem sei zu dieser Thematik bereits ein Runder Tisch eingerichtet worden.

Ein weiterer Aufreger im Viertel ist das Wildpinkeln der Fußballfans bei Werderspielen. Steffen Eilers, der Beiratssprecher Mitte, wies darauf hin, dass ein mobiles Pissoir an der Helenenstraße installiert und in Bremen außerdem das Konzept „nette Toilette“ praktiziert werde. Dass das nicht ausreiche, sei doch auch bekannt, so eine Stimme aus dem Publikum. Hellena Harttung räumte aber auch ein, dass es eminent schwierig sei, einen passenden Ort für das stille Örtchen zu finden. „Auf dem Bahnhofsvorplatz haben wir das gleiche Problem in puncto Geruchsbelästigung“, sagte sie. Anregungen und Vorschläge für die Aufstellung von Pissoirs nehme das Ortsamt entgegen.

Tammo Funke, der Inhaber der Remberti-Apotheke, hat wie andere Geschäftsleute und Anwohner Sorge, dass er vom Verkehrsstrom Richtung Dobben abgeschnitten wird, wenn an der Parkallee tatsächlich wegen der Fahrradstraße die Linksabbiegespur gesperrt werden sollte. Er brachte seine Bedenken vor. „Wir sind da überrumpelt worden, haben aber dem Beirat Schwachhausen in einer klaren Stellungnahme ganz deutlich gemacht, dass das überhaupt nicht geht“, betonten Ortsamtsleiterin Hellena Harttung und Michael Rüppel (Grüne). Sie seien zuversichtlich, dass die Linksabbiegespur nicht wegfallen werde. Eine Anwohnerin der Rembertistraße fragte zudem nach der Sanierung des Breitenwegs. Geplant sei, eine Verkehrsinsel zu entfernen und die andere, auf der Bäume stünden, zu kappen, lautete die Auskunft des Beirats. Im Zuge dieser Arbeiten, bei denen auch eine eigene Abbiegespur für Fahrradfahrer entstehen solle, werde der Breitenweg partiell gesperrt.

Viel Diskussionsbedarf gibt es auch beim geplanten, temporären Umzug des Kinder- und Familienzentrums Friedrich-Karl-Straße der Kita Bremen in das Betty-Gleim-Haus an der Bismarckstraße. Der Beirat nahm den Bauantrag für die Kita zur Kenntnis und stimmte mehrheitlich für den Antrag der Grünen, für wirkungsvollen Lärmschutz zu sorgen. Als der Bildungsausschuss des Beirates den Spielplatz besichtigt hatte, war „es so laut, das auf einem Meter Abstand eine Verständigung nicht mehr möglich war, wenn eine Welle von PKW von der Ampel vorbeifuhr“, heißt es in dem Schreiben. „Der Spielplatz ist viel zu laut.“

Jens Schabacher von den Grünen, einer der Initiatoren des Antrags, trug die Bedenken vor und forderte Schallschutz vor dem Kitagebäude und für den Spielplatz. „Platz ist genug vorhanden, es muss lediglich die bestehende Umzäunung umgestaltet werden. Zudem ist ein Rasenstreifen von etwa einem Meter Breite vor dem Spielplatz und der Kita vorhanden.“

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