Schüler sollen angesprochen werden Querdenker planen Aktion gegen Maskenpflicht vor Bremer Schulen

Am 9. November soll es bundesweit eine Aktion der Initiative „Querdenker 711“ gegen die Maskenpflicht geben, die sich gezielt an Schülerinnen und Schüler richtet. Auch Bremen steht im Fokus der Aktivisten.
05.11.2020, 11:50
Lesedauer: 1 Min
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Querdenker planen Aktion gegen Maskenpflicht vor Bremer Schulen
Von Ralf Michel

Die Initiative „Querdenken 711“ will am 9. November auch vor Bremer Schulen eine Aktion gegen die Maskenpflicht durchführen. Schulbehörde und Polizei liegen entsprechende Informationen vor. Wie darauf reagiert werden soll, wird derzeit noch geprüft, heißt es hierzu seitens der Pressestelle der Polizei.

Wie verlautete, wollen Aktivisten der Initiative deutschlandweit Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg ansprechen, um sie zum Widerstand gegen die Maskenpflicht zu animieren. Demnach wollen Mitglieder von Querdenker 711 Eltern und Schüler unwirksame Masken mit Logo der Initiative und eine CO2-Messung unter dem Mundschutz der Kinder anbieten, um auf die angebliche Gefährlichkeit und Unwirksamkeit der Masken hinzuweisen. Schüler sollen aktiv zum Verstoß gegen die geltenden Maßnahmen gegen das Coronavirus aufrufen.

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In der Bremer Schulbehörde weiß man um die Pläne für diese Aktion. „Wir haben mit Schulleitungen gesprochen, sie informiert und auch mit der Polizei, die das Thema auf dem Schirm hat“, sagt Annette Kemp, Pressesprecherin des Bildungsressorts. An den Schulen würden am Montag Kontaktbeamte präsent sein. Für den Fall, dass radikalisierte Aktivisten direkt auf dem Schulgelände demonstrieren wollten, sei der Draht zur Polizei kurz. Anlass, die Aktion vorab an den Schulen zu diskutieren, sieht Kemp nicht. Das Maskentragen sei dort ohnehin in allen Jahrgängen Thema, da brauche es keine weiteren Anweisungen der Behörde.

In Nordrhein-Westfalen hatte das Schulministerium in diesem Zusammenhang vor Rechtsverstößen und Gesundheitsgefährdung gewarnt. Man respektiere zwar unterschiedliche Auffassungen auch von Schülerinnen und Schülern. Doch Handlungen, die zu Rechtsverstößen, Gesundheitsgefährdungen oder Gefährdungen des Schulfriedens führen, seien davon ausgeschlossen. Deshalb soll es weder Anti-Maskenpflicht-Protest an den Schulen in NRW geben, noch sollen Schüler für entsprechende Demonstrationen beurlaubt werden.

+ + + Dieser Artikel wurde am 05.11. um 19.38 Uhr aktualisiert + + +

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