Tote Schafe in Bremen-Oberneuland Analyse bestätigt Riss durch Wolf

Die Schafe, die Mitte Juni in Oberneuland gerissen wurden, sind tatsächlich einem Wolf zum Opfer gefallen. Damit ist der erste offizielle Nutztierriss auf Bremer Boden bestätigt worden.
08.08.2018, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Analyse bestätigt Riss durch Wolf
Von Kristin Hermann

Die Schafe, die Mitte Juni in Oberneuland gerissen wurden, sind tatsächlich einem Wolf zum Opfer gefallen. Das hat nun die entsprechende DNA-Analyse bestätigt, wie die Umweltbehörde mitteilt. Das Raubtier tötete damals zwei Schafe und verletzte ein weiteres Tier eines Bio-Hofes schwer. Mit den Analyseergebnissen des Senckenberg-Instituts ist nun der erste offizielle Nutztierriss auf Bremer Boden bestätigt worden. „Wir sind froh darüber, dass wir im Juni alle notwendigen Maßnahmen gegriffen haben“, sagt Umweltstaatsrat Ronny Meyer. „Nun können wir die Gespräche zu Entschädigungsleistungen aufnehmen.“

Die Behörde hat mit den Ergebnissen auch Erkenntnisse über die Herkunft des Wolfes erhalten. Demnach wurde die Fähe (Weibchen) zuletzt im Oktober in Sachsen-Anhalt gesehen. Danach gibt es bisher keine Informationen über den Verbleib des Tieres. Die weite Strecke ist für Experten allerdings nichts Ungewöhnliches: Forscher haben festgestellt, dass gerade junge Wölfe bis zu 70 Kilometer am Tag zurücklegen können.

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Seit dem Vorfall im Juni haben Bremens Wolfsberaterinnen der Behörde keine weiteren Sichtungen oder Vorfälle gemeldet. Im angrenzenden Niedersachsen nimmt die Zahl der Wölfe indes weiter zu. Seit Anfang Juli sind bereits fünf neue Wolfsrudel nachgewiesen worden, darunter zwei neue Rudel in Garlstedt (Landkreis Osterholz) und Ebstorf. Bei Garlstedt sind zwei Welpen von einer Fotofalle abgelichtet worden. Niedersachsen hat damit jetzt mindestens 18 Wolfsrudel.

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