Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst Streikende in Bremen machen mit Sternmarsch auf Forderungen aufmerksam

Mit einem Sternmarsch haben Bremer Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes am Mittwoch auf ihren Warnstreik aufmerksam gemacht. Am Freitag beginnt die dritte Tarif-Verhandlungsrunde.
24.11.2021, 15:04
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Streikende in Bremen machen mit Sternmarsch auf Forderungen aufmerksam
Von Justus Randt

"Es ist an der Zeit, einfach mal danke zu zahlen." Mit Transparenten wie diesem von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) haben Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in Bremen am Mittwoch ihre Forderungen nach einem Angebot der Länder als Arbeitgeber Nachdruck verliehen. Am Freitag beginnt die dritte Verhandlungsrunde. Die Gewerkschaften Verdi, Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die GdP hatten zu dem Warnstreik aufgerufen und einen Sternmarsch organisiert. Von acht Startpunkten aus machten sich die Streikenden auf den Weg zur Wilhelm-Kaisen-Brücke und zur Bürgermeister-Smidt-Brücke, um entlang der Schlachte eine Menschenkette zwischen den Brücken zu bilden.

Dem Aufruf der GEW Niedersachsen/Bremen seien rund 500 Mitglieder gefolgt, schätzt der Bremer Stadtverbandssprecher Andreas Rabenstein. Mindestens 150 Euro mehr und einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter, fasst er zusammen, was das Ziel ist – und greift zum Megafon: "Wir sind laut, wir sind hier, fünf Prozent, das fordern wir!" Seine Sprecher-Kollegin Corinna Genzmer ergänzt: "Es geht vor allem um die Anerkennung der unteren Tarifgruppen. Man muss von dem Hauptjob leben können, das geht nicht mehr."

Während seine Kollegen um 12.15 Uhr kurzzeitig den Tiefer-Tunnel gesperrt haben und Demonstranten von der Balgebrückstraße über die Kreuzung zur Wilhelm-Kaisen-Brücke lotsen, steht Oliver Thies Rede und Antwort: Der stellvertretene Landesbezirksvorsitzende der GdP unterstreicht die bereits in zwei gescheiterten Runden gestellten Forderungen. "Plus zwölfmonatige Laufzeit", sagt er. Thies schätzt die Zahl seiner demonstrierenden Kolleginnen und Kollegen von der Polizei, aus dem Bürgeramt und den Ortsämtern und dem Ordnungsdienst auf 170 oder 180.

Rund 1800 Mitglieder hat Verdi nach Einschätzung der stellvertretenden Bezirksgeschäftsführerin Kornelia Knieper mobilisieren können. Mareike de Jonge, Verdi-Koordinatorin der Tarifrunde im Öffentlichen Dienst, die auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke von Nenas 99 Luftballons beschallt wird, erwartet am Freitag "ein verhandlungsfähiges Angebot" der Arbeitgeber. "Die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder tragen schließlich zur Bewältigung der Pandemiefolgen bei und haben Wertschätzung verdient."

Nach knapp einer Stunde ist die Demonstration vorbei: "Wir wollen ja nicht selber zu Pandemietreibern werden", sagt Mareike de Jonge. Die Polizei schätzt die Zahl der Demonstrierenden auf insgesamt rund 1800.

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