Ritual am Punkendeich in Bremen Bremer Eiswette: "Geiht oer steiht" die Weser?

Zur traditionellen Bremer Eiswette werden am Sonnabend um 12 Uhr zahlreiche Schaulustige am Weserufer der Hansestadt erwartet. Das Ritual der Eisprobe und die Teilnehmer sind seit Jahrzehnten genau festgelegt.
05.01.2018, 00:00
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Zur traditionellen Bremer Eiswette werden am Sonnabend (12 Uhr) zahlreiche Schaulustige am Weserufer der Hansestadt erwartet. Das Ritual der Eisprobe und die Teilnehmer sind seit Jahrzehnten genau festgelegt. Etwa 15 in schwarz gekleidete Herren mit Zylinder, die Heiligen Drei Könige und ein 99 Pfund schwerer Schneider, der mit einem heißen Bügeleisen prüfen soll, ob der Fluss offen oder zugefroren ist, also "geiht oer steiht"

Dieser Prüfung entzieht sich das Schneiderlein in jedem Jahr, indem es mit einem Boot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übersetzt. In diesem Jahr wird es das Tochterboot "Hubertus" des Seenotkreuzers "Eugen" sein, der künftig auf Norderney stationiert ist.

Der Eiswette-Brauch geht auf Bremer Kaufleute zurück, die 1828 wetteten, ob die Weser Anfang Januar 1829 zugefroren sein würde. Das war allerdings zuletzt vor über 70 Jahren der Fall. Der zweite Teil der Eiswette folgt am 20. Januar mit dem traditionellen Herrenessen im Congress Centrum, wo Spenden für die DGzRS gesammelt werden. Dort kommen jährlich über 450.000 Euro zusammen. (lni)

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