Unterstützung in Corona-Krise

Bremer Schausteller bieten Hilfe an

Weil die Osterwiese in diesem Jahr abgesagt ist, wollen die Schausteller nun ihre ganze Kraft darauf lenken, Bremerinnen und Bremer in der Krise zu unterstützen.
20.03.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Bremer Schausteller bieten Hilfe an
Von Frieda Ahrens

Der Schaustellerverband des Landes Bremen will in der Corona-Krise so gut wie möglich Bremerinnen und Bremer unterstützen. „Wir bieten der Allgemeinheit unsere Kapazitäten in personeller und materieller Hinsicht zur Bewältigung der gegenwärtigen Krise an“, sagt Rudolf Robrahn, Vorstand des Schaustellerverbands.

Zuletzt hatte das Wirtschaftsressort in Absprache mit den Schaustellerverbänden die Osterwiese abgesagt. Für viele Schausteller gehen damit erhebliche finanzielle Einbußen einher, zumal die meisten schon inmitten der Vorbereitungen steckten: Für die Osterwiese waren laut dem Verband fast alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schausteller schon angereist, die Betriebe haben ihr Equipment auf den neusten Stand gebracht und alle Vorbereitungen getroffen.

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Nun wollen die Schausteller aus dieser Situation das Beste machen und die schon vorbereiteten Gerätschaften frei zur Verfügung stellen. Das bedeutet: Wenn beispielsweise eine Kirche einen Kran brauche, um ein Zelt aufzubauen, oder wenn Hilfsorganisationen einen LKW zum Transport benötigten, wollen die Schausteller ihre Geräte und Mitarbeiter zur Verfügung stellen – ehrenamtlich. „Es liegt in der Natur der Schausteller, innovativ und flexibel in Problemsituationen zu sein“, sagt Robrahn.

Aktuell müsse man eben nicht spontan auf Regenwetter während des Freimarktes reagieren, sondern auf eine größere Krise. „Wir hören von den Sorgen und Nöte in Bremen, für seine Heimatstadt will man sich einsetzten.“ Robrahn berichtet von einem Kollegen aus Niedersachsen, der nach kurzer Schulung nun seinen Lkw benutzt, um Kartoffeln zu transportieren. So etwas sei auch in Bremen gut vorstellbar.

Bisher sei noch kein Hilferuf zu dem Verband durchgedrungen, aber Robrahn geht davon aus, dass das bald passieren wird. Wer Unterstützung benötigt, kann sich unter schaustellerverband.bremen@t-online.de an die Schausteller wenden.

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