Grantz: 10.000 Tests pro Woche geplant Bremerhaven baut Zentrum für Schnelltests auf

Bremerhaven baut ein Zentrum für Corona-Schnelltests auf. Spätestens nächste Woche werde die erste Lieferung von Testsets erwartet, so Oberbürgermeister Grantz. Ein zweites Testzentrum sei in Planung.
08.03.2021, 17:36
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Bremerhaven baut Zentrum für Schnelltests auf
Von Michael Rabba

In Bremerhaven wird mit Hilfe des Kreisverbands des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Am Parkbahnhof ein Zentrum für Corona-Schnelltests aufgebaut. „Wenn es notwendig sein sollte, werden wir auch weitere private Testmöglichkeiten prüfen“, teilt Oberbürgermeister Melf Grantz mit. Eine erste Bestellung von Schnelltests sei bereits aufgegeben worden, spätestens kommende Woche solle die Lieferung erfolgen.

„Die Testkapazitäten sind im ersten Schritt auf rund 10.000 Schnelltests pro Woche ausgelegt“, erläutert Grantz. Die Planungen für ein zweites Testzentrum des DRK für den südlichen Stadtbereich „sind ebenfalls weit fortgeschritten“. Zugleich werde mit der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung geprüft, Schnelltestmöglichkeiten in Kitas und Schulen auch in Bremerhaven aufzubauen.

Grantz kritisiert in diesem Zusammenhang Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der habe in seiner Verordnung zwar den Anspruch auf Schnelltests für alle angekündigt, diesen Anspruch aber bereits sogleich mit der Formulierung „im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazität“ relativiert. „Nun müssen wir Kommunen den Ausputzer für den Minister spielen“, so Grantz. Die Stadt Bremerhaven werde "alle Anstrengungen unternehmen, um das Versprechen anderer umzusetzen, weil wir es für sinnvoll erachten“.

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Parallel zur Entwicklung einer Teststrategie wurde in Bremerhaven der Ausbau der Impfkapazitäten in Angriff genommen. Aktuell werden täglich rund 450 Erst- und Zweitimpfungen im Impfzentrum in der Stadthalle und mit mobilen Teams bewältigt, teilt die Stadt mit. Mitte März soll die Kapazität in der Stadthalle auf 800 bis 900 Impfungen pro Tag ausgeweitet werden. Oberbürgermeister Grantz geht davon aus, dass die Erweiterung des Impfzentrums auf bis zu 1.600 Impfungen pro Tag durch den Aufbau zusätzlicher Impflinien im Foyer der Stadthalle bereits Ende März erreicht wird.

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Für die Ausweitung zusätzlicher Impfungen durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte seien noch bundesgesetzliche Regelungen notwendig. „Dennoch suchen wir in enger Abstimmung mit der Vertretung der KV in Bremerhaven, schneller Möglichkeiten für das Impfen in Praxen der niedergelassenen Ärzteschaft zu eröffnen,“ so Grantz. Größere Lieferungen mit den Impfstoffen sollen nach Meinung des Oberbürgermeisters nicht zwischengelagert werden, sondern so schnell wie möglich an die Personen, die geimpft werden wollen, verimpft werden.

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