Schulstart in Bremen und Niedersachsen Für mehr als eine Million Schüler beginnt wieder der Unterricht

Die Corona-Pandemie hat alles durcheinander gebracht: Nach einem Schuljahr mit Lernen zu Hause und sechs Wochen Sommerferien müssen sich die Kinder und Jugendlichen nun ans frühe Aufstehen gewöhnen.
27.08.2020, 06:20
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Viele Schülerinnen und Schüler haben sich monatelang nicht gesehen - an diesem Donnerstag treffen sie erstmals wieder auf ihre kompletten Klassen. Trotz zuletzt steigender Corona-Infektionszahlen starten die bremischen und niedersächsischen Schulen nach sechs Wochen Sommerferien mit dem sogenannten eingeschränkten Regelbetrieb. Das heißt, dass in festgelegten Gruppen das Abstandsgebot nicht mehr eingehalten werden muss. In den Schulgebäuden herrschen aber strenge Hygieneregeln.

An den Schulen in der Stadt Bremen werden im neuen Schuljahr 54 700 Schülerinnen und Schüler lernen, in Bremerhaven sind es etwa 16 000 Schülerinnen und Schüler. Der Unterricht beginnt laut Kultusministerium in Hannover in Niedersachsen für knapp 850 000 Kinder und Jugendlichen an den allgemein bildenden Schulen sowie rund 250 000 Berufsschüler. Zudem werden am Sonnabend etwa 72 500 Erstklässler eingeschult, das sind 2500 mehr als vor einem Jahr.

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Der Landesschülerrat Niedersachsen hätte sich zum Start des neuen Schuljahres mehr Flexibilität gewünscht. Reiserückkehrende stellten ein unberechenbares Risiko für die Schulen dar, sagte der Vorsitzende des Schülergremiums, Florian Reetz. „Hier hat das Kultusministerium verpasst, frühzeitig angemessene Regelungen zur Risikominimierung zu treffen.“ Als Beispiele nannte der Chef des Landesschülerrats mehr Corona-Tests, die Anschaffung von Hygiene-Anlagen wie etwa Desinfektionsmittelspender sowie die Möglichkeit, bei Bedarf einzelner Schulen mit einem Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling zu starten.

Im neuen Schuljahr gibt es viele Unbekannte. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hofft dennoch darauf, bei der Unterrichtsversorgung ähnliche Werte wie im vergangenen Schuljahr zu erreichen. Allerdings konnten nur rund 90 Prozent der rund 2300 ausgeschriebenen Lehrerstellen besetzt werden, an den Haupt-, Real- und Oberschulen sogar nur etwas mehr als 65 Prozent. Weil sie zur Corona-Risikogruppe gehören, stehen zudem geschätzte sechs bis acht Prozent der Lehrkräfte nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung.

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