Kosten übersteigen 15-Millionen-Grenze

Feuerwache Nordost wird teurer

Die geplante Feuerwache am Hochschulring, die den Brandschutz im Bremer Nordosten verbessern soll, verteuert sich weiter. Auch der Baustart hat sich verschoben, er ist nun für das Frühjahr 2020 vorgesehen.
17.09.2019, 05:50
Lesedauer: 2 Min
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Feuerwache Nordost wird teurer
Von Jürgen Theiner
Feuerwache Nordost wird teurer

So sehen die Architekten-Pläne für die Feuerwache Nordost aus. Der Bau verzögert sich weiter und wird teurer als bisher geplant.

Arge Feuerwache 7, Planungsgruppe Gestering Knipping de Vries/ Schulze Pampus Architekten BDA.

Der Bau der Feuerwache Nordost nahe der Universität verzögert sich ein weiteres Mal, teurer als bisher geplant wird er in jedem Fall. Letzteres geht aus einer Vorlage hervor, mit der sich der Senat an diesem Dienstag auseinandersetzen wird.

Das Bauvorhaben beschäftigt die Innenbehörde von Senator Ulrich Mäurer (SPD) schon seit einigen Jahren. Hintergrund: Im Bereich Borgfeld, Horn-Lehe und Oberneuland schafft es die Berufsfeuerwehr derzeit nicht immer, innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zu sein. Die künftige Feuerwache 7 für den Nordosten soll diese Versorgungslücke beim Brandschutz schließen. Entstehen soll der Stützpunkt auf einem Grundstück am Hochschulring zwischen Kuhgrabenweg und Am Stadtwaldsee. Das Projekt ist in eine größere Strukturreform der Berufsfeuerwehr eingebettet: Sobald die neue Wache sowie ein weiterer geplanter Standort in Habenhausen ihren Betrieb aufgenommen haben, soll die Feuerwache 2 in Hastedt aufgelöst werden.

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Noch im April hatte der Senat eine Kostenplanung zur Kenntnis genommen, die ein finanzielles Gesamtvolumen von knapp 14,9 Millionen vorsah. Inzwischen sind es gut 240 000 Euro mehr. In dem Senatspapier heißt es, die Kostenermittlung aus dem Frühjahr habe sich auf Kennzahlen aus dem Jahr 2018 gestützt. Die jetzt vorliegende Planung basiere auf aktuellen Werten.

Inbetriebnahme nicht vor Ende 2022

Hauptkostentreiber waren der Aufstellung zufolge die reinen Aufwendungen für das Bauwerk inklusive technischer Anlagen sowie die Architektenhonorare. Ob weitere finanzielle Risiken bestehen, muss sich noch zeigen. Eingepreist sind derzeit zwar mögliche Mehrkosten bei der Verwertung des Bodens, nicht aber denkbare weitere Preissteigerungen beim eigentlichen Bauwerk.

Während also die Budgetgrenze für die neue Feuerwache auf jeden Fall nach oben korrigiert werden muss, verschiebt sich wahrscheinlich auch deren Fertigstellung. Noch im Frühjahr war von einem Baustart in 2019 die Rede. Das gilt inzwischen nicht mehr. Mit vorbereitenden Erdarbeiten soll nun voraussichtlich „im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden“, sagte Rose Gerdts-Schiffler, Sprecherin der Innenbehörde, dem WESER-KURIER auf Nachfrage. Mit einer Inbetriebnahme des neuen Stützpunktes sei für Ende 2022 / Anfang 2023 zu rechnen.

Training in 25 Metern Höhe

Das bauliche Konzept für die Feuerwache 7 sieht einen Komplex mit Alarm-, Ruhe- und Sozialbereichen für die Berufsfeuerwehrleute vor. Auch ein Übungsturm soll auf dem Areal am Hochschulring entstehen. Dort können die Einsatzkräfte Drehleitereinsätze bis zu einer Höhe von etwa 25 Metern trainieren.

Der Standort, der unmittelbar an den alten Campingplatz am Stadtwaldsee sowie an das Naturschutzgebiet Uniwildnis grenzt, wurde so ausgewählt, dass eine schnelle Erreichbarkeit von Einsatzzielen in allen Richtungen gegeben ist. Die Ausfahrt für die Löschzüge führt direkt auf den Hochschulring. Die Ampeln lassen sich dabei von der Einsatzleitung so schalten, dass die Feuerwehrfahrzeuge ungehindert ausrücken können.

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