Motorrad-Rocker "Red Devils" "Hells Angels"-Unterstützer zurück in Bremen

Zumindest digital gibt es die „Red Devils“ auch wieder in Bremen. Nachdem der Motorrad-Club sein Bremer Vereinsheim im März 2012 hatte verlassen müssen, scheinen die Rocker jetzt zurückgekehrt zu sein.
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Von Hauke Hirsinger

Zumindest digital gibt es die „Red Devils“ auch wieder in Bremen. Nachdem der Motorrad-Club sein Vereinsheim an der Eduard-Grunow-Straße im März 2012 aus baurechtlichen Gründen hatte verlassen müssen, scheinen die Rocker jetzt zurückgekehrt zu sein.

Auf der Homepage der „Red Devils Germany“ ist unter deren Vereinslogo, einem lachenden Teufelskopf mit spitzen Eckzähnen und Feuerschweif, seit neuestem ein Gründungshinweis auf einen Bremer Ableger zu finden. „New Charter Germany: RDMC Bremen p/c“, ist dort zu lesen. Ein Charter ist in der Rockersprache ein Regionalclub. „RDMC“ steht für „Red Devils Motorcycle Club“. Interessant ist der Zusatz „p/c“. Dahinter verbirgt sich der englische Begriff „Prospect“, was wohl am besten mit „Anwärter“ zu übersetzen ist. Es dürfte sich bei den Bremer „Red Devils“ also um die Neugründung eines Regionalclubs handeln.

„Wir wissen, dass es diesen Internetauftritt gibt“, erklärt die Sprecherin des Innenressorts, Rose Gerdts-Schiffler. „Die Polizei beobachtet das sehr aufmerksam. Die Red Devils sind in Bremen nicht verboten.“ In der Szene gelten die roten Teufel allerdings als kleiner Bruder der „Hells Angels“. Ein deutlicher Hinweis darauf findet sich auf der Homepage der „Red Devils“. Dort steht: „Official Support Club of The Big Red Machine“. „The Big Red Machine“ ist ein Synonym für „Hells Angels“.

„Doch auch wenn die Devils in Bremen nicht verboten sind, dürfen sie ihre Kutten und andere Club-Kleidungsstücke nicht öffentlich tragen“, erklärt Dirk Siemering, Sprecher der Polizei Bremen. „Die Rückkehr der Rocker in die Bremer Öffentlichkeit kann von hier aus nicht ausgeschlossen werden. Wir recherchieren zu allen in der Szene relevanten Gruppen.“ Weitere Informationen zum Stand der Ermittlungen könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben, so Siemering. „Wir bitten um Verständnis.“

Die „Red Devils“ selbst haben auf Anfragen unserer Redaktion nicht reagiert. Wo sich das Klubhaus befindet, wenn es denn bereits eines gibt, und wie viele Mitglieder das neue Charter zählt, bleibt deshalb im Ungewissen. Auch eine Nachfrage beim Pressesprecher der „Hells Angels“, Rudolf „Django“ Triller, schafft keine Klarheit. „Die Red Devils sind ein eigenständiger Club, der in unsere Richtung tendiert. Ob es die Red Devils in Bremen gibt, ist mir aktuell nicht bekannt“, sagt Triller.

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