Bebauung könnte 2019 beginnen Hildesheimer Investor kauft Könecke-Gelände

Ein Hildesheimer Immobilienunternehmen hat das brach liegende Könecke-Grundstück im Bremer Stadtteil Hemelingen gekauft. Wo früher Fleisch verarbeitet wurde, sollen vor allem Wohnungen entstehen.
15.08.2017, 18:56
Lesedauer: 2 Min
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Hildesheimer Investor kauft Könecke-Gelände
Von Jürgen Theiner

Das Könecke-Gelände in Hemelingen hat einen neuen Eigentümer. Die HT Vermögensverwaltung Weser GmbH, eine Tochter des Hildesheimer Immobilienkonzerns Hanseatic Group, hat das rund 31000 Quadratmeter große Areal an der Bahnlinie gekauft. Sie will dort eine Mischung aus Wohnbebauung, Nahversorgungsmärkten, sogenannten „Mikro-Appartements“ für zeitweiliges Wohnen und Gastronomie realisieren. Auch ein kleiner Gewerbehof könnte auf dem Gelände entstehen und entlang der Eisenbahnstrecke als Lärmpuffer zu den Wohnungen dienen.

Die HT Vermögensverwaltung wird gegenüber der Baubehörde von der Bremer Immobilienfirma Robert C. Spies vertreten. Uwe Trocha von der Gewerbesparte des Unternehmens rechnet mit einem Planungsvorlauf von etwa zwei Jahren, bis die Bauaktivitäten auf dem Könecke-Gelände starten können. Die Fleischproduktion war dort 2014 eingestellt worden. Seither hatte sich der Beirat mehrfach intensiv mit der Zukunft des Grundstücks und des südlich der Ahlringstraße angrenzenden, ebenfalls verwaisten Coca-Cola-Betriebsgeländes beschäftigt. Die städtebaulichen Planspiele bezogen sich stets auf die gesamte Gewerbebrache. Doch ob die Hanseatic-Tochter auch das Coca-Cola-Grundstück kauft, ist noch offen. Von Trocha waren dazu keine Auskünfte zu erhalten.

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Eine städtebauliche Studie zur Neuorientierung des gesamten Areals soll nach jetzigem Planungsstand bis Ende 2017 fertig sein. Sie wird vom Bremer Büro Baumgart+Partner erstellt. Ziel dieser Expertise ist es, geeignete Nachnutzungen für das Areal zu definieren. Dabei geht es auch um eine möglichst organische Anbindung der angrenzenden Ortsteile. „Eine Herausforderung aus städtebaulicher Sicht stellt sicher die unmittelbare Bahnlage dar“, ahnt Andreas Fuchs, Leiter Projekte und Entwicklung bei Robert C. Spies. Ob die vorhandenen Gewerbeimmobilien sich in Teilen für eine Nachnutzung eignen, bleibe vor dem Hintergrund der jeweiligen Sanierungs- und Erhaltungsmöglichkeiten abzuwarten.

Die Chancen für einen Erhalt wurden zuletzt von Fachleuten als nicht besonders hoch bewertet. „Eigentlich kann wahrscheinlich fast nichts von den alten Firmengebäuden umgebaut und anders genutzt werden“, sagte Frank Schlegelmilch von Baumgart+Partner Ende Mai nach einem Ortstermin auf dem Gelände. Stehen bleiben könnten wahrscheinlich nur zwei kleinere Brauereigebäude auf dem Coca-Cola-Areal und ein mit einem großen Wandbild verzierter Bunker an der Hemelinger Bahnhofstraße.

Das Bauressort des Senats steht nach Darstellung von Sprecher Jens Tittmann schon seit einiger Zeit mit der Hanseatic Group in Kontakt. Nach dem Kauf des Könecke-Areals werde man die Gespräche bereits in den nächsten Tagen fortsetzen.

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