„Irish Celtic - Spirit of Ireland“ im Musical-Theater Da klappern und rattern die Stepp-Schuhe

Die Tanzshow „Irish Celtic“ hatte am Freitag im voll besetzten Theater eine umjubelte Premiere und ist noch bis einschließlich heute zu sehen. Wer Spaß an einer Tanzshow voller Lebenslust und fröhlicher, manchmal aber auch melancholischer Live-Musik hat, dem sei der Besuch empfohlen.
04.01.2015, 00:00
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Da klappern und rattern die Stepp-Schuhe
Von Uwe Dammann

Ein „Pub“, das ist in Irland für viele das Wohnzimmer, der Kindergarten, oder gar die Kirche, in der beim Dunkelbier schon mal das ein oder andere am Tresen gebeichtet werden kann. Das erzählt jedenfalls das Raubein Paddy munter mit dem besagten Bier in der Hand. Er ist der Wirt des geschichtsträchtigen Lokals, das schon viel erlebt hat.

Den Part des Erzählers, der die Rahmenhandlung auf Deutsch mit englischem Akzent schildert, übernimmt Jonathan Agar, der nun die Story des original nachgebauten irischen Pubs mit etlichen Anekdoten über die irische Lebensart garniert. Der Pub und die entsprechenden Kulissen, in dem die „last order“ für die Bestellung geistiger Getränke schon vor 24 Uhr abgegeben werden muss, steht derzeit jeden Abend auf der Bühne des Musical-Theaters in Bremen.

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Die Tanzshow „Irish Celtic“ hatte am Freitag im voll besetzten Theater eine umjubelte Premiere und ist noch bis einschließlich heute zu sehen. Wer Spaß an einer Tanzshow voller Lebenslust und fröhlicher, manchmal aber auch melancholischer Live-Musik hat, dem sei der Besuch empfohlen. Was die jungen Akteure des hervorragenden irischen Tanz-Ensembles auf die Bühne bringen, ist sehenswert. Viele standen bereits für Riverdance und Lord of the dance auf der Bühne und zeigen meisterhaft die Vielfalt irischer Tänze. Ob Stepptanz, Rundtanz oder das sogenannte Set-Dancing, ein rasanter Formationstanz für vier Paare – hier wird nicht nur tänzerische Präzision vermittelt, sondern die hochkarätige Truppe versprüht auch extrem gute Laune. Die Hauptrolle in Irish Celtic spielt nicht der einzelne Tänzer, sondern das Tanzen selbst. Schließlich handelt es sich beim Irish Dance um eine uralte Tradition, deren Ursprünge bis auf die rituellen Kreistänze der Druiden zurückgeführt werden können. Da klappern und rattern die Stepp-Schuhe, da wirbeln die Beine in einem atemberaubenden Tempo durch die Luft. Für die Choreografie der Tanzshow ist Denise Flynn zuständig, die aus Dublin stammt und sich Tanz-Vizeweltmeisterin nennen darf.

Das hochkarätige Niveau trifft auch auf die fünf Live-Musiker zu, die mit traditionellen Instrumenten wie Dudelsack, Geige, Akkordeon, Gitarre und Flöte hervorragend aufspielen und Klassiker wie „Whiskey in the jar“ oder „The Wild Rover“ im Programm haben. Letzteres kommt nach der Pause zu Gehör und ist von der Melodie so gut wie jedem Norddeutschen in der Interpretation von Klaus & Klaus unter dem Titel „An der Nordseeküste“ bekannt. Dass hier der Song auf Englisch geboten wird, ist dabei kein Nachteil – zumal der Mitklatscheffekt auch so garantiert wird.

Auch die Balladen mit den seelenvollen Songs über verflossene Lieben und die grünen Hügel von Connemara, gesungen von Daniel Byrne, sind hörenswert. Fazit: Klar, hier werden die bekannten irischen Klischees bedient, aber der Abend ist schlicht kurzweilig und macht Spaß.

Am Sonntag ist Irish Celtic noch zweimal – um 14 Uhr und 18 Uhr – im Musical-Theater zu sehen. Anschließend ist Irish Celtic in Hamburg zu Gast.

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