Mensch und Umwelt Bremerhavener Forscher: Plastikteilchen kommen aus der Luft

Die Wege, auf denen Plastikmüll selbst in entlegene Gebiete der Erde gelangt, sind vielfältig. Ein Transportweg, der über lange Zeit kaum Beachtung fand und nun stärker ins Blickfeld rückt, ist die Luft.
10.05.2022, 11:00
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Bremerhavener Forscher: Plastikteilchen kommen aus der Luft
Von Jürgen Wendler

Als Mikroplastik werden Plastikteile bezeichnet, die kleiner sind als fünf Millimeter. Häufig stammen sie von Gegenständen wie Plastiktüten oder -flaschen, die zerkleinert worden sind, etwa unter dem Einfluss der Sonnenstrahlung. Wenn Mikroplastik immer weiter zersetzt wird, entsteht Nanoplastik. An diese Teilchen, die kleiner sind als ein Mikrometer (tausendstel Millimeter), können sich aufgrund ihrer Oberflächenstruktur Schadstoffe binden; diese können dann mit ihnen in den Körper von Menschen und Tieren geraten. Dass Plastik selbst in entlegene Gebiete wie die Arktis und in die Tiefsee gelangt, ist bereits seit Längerem bekannt. Eine Übersichtsstudie einer internationalen Forschergruppe, zu der neben anderen auch Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gehört, macht nun deutlich, dass kleine Plastikteilchen mit dem Wind sehr viel schneller als mit Wassermassen in weit entfernte Gebiete befördert werden können.

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