Gastkommentar Glücksspiel gehört in die Mitte der Gesellschaft

Die Glücksspiel-Branche hat nicht das beste Image. Doch sie bemüht sich nach Kräften, sich von oft zwielichtigen Schwarzmarkt-Angeboten abzugrenzen, meint Georg Stecker von der Deutschen Automatenwirtschaft.
09.04.2022, 16:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Georg Stecker

Viele Menschen in Deutschland begeistern sich für Glücksspiel. Sei es der wöchentliche Tipp auf dem Lottoschein, das Spiel um kleines Geld in einer Spielhalle oder in der Gaststätte, das Mitfiebern beim Tipp auf Sieg für die eigene Fußballmannschaft oder der besondere Abend in einer staatlichen Spielbank. Überall suchen Menschen aus allen Schichten und Altersgruppen ihre Unterhaltung beim Glücksspiel. Sie wollen aber auch darauf vertrauen, dass dieses Spiel sicher und legal ist und dass Kinder, Jugendliche und gesperrte Personen dazu keinen Zugang haben.

Die Branche entwickelt die Angebote in der Spielhalle und in der Gastronomie weiter. Wichtig ist der Spielerschutz in der Spielhalle selbst und das Zugangssystem, nicht der Abstand zur nächsten Spielstätte. Warum nicht auch einen Lottoschein in der Spielhalle ausfüllen und gemeinsam die Spannung genießen? Verbraucher sollen geschützt spielen können – und zwar bei legalen Anbietern. Hier ist die Zertifizierung hilfreich mit einem Standard für Spielhallen, der unabhängig überprüft wird. Damit können Unternehmen ihre Qualität beweisen. Diese Transparenz hilft zudem auch den Vollzugskräften bei ihren Kontrollen.

Spielhallen gehören transparent und verantwortungsvoll organisiert in die Mitte der Gesellschaft, wo mit einem guten Schutzniveau Spielfreude genossen werden kann und wo es eine wirksame soziale Kontrolle gibt. Ohne diese Transparenz, die soziale und qualitative Kontrolle findet eine Entfremdung statt, die verkennt, dass der Mensch nun mal Freude am Spiel hat und die den derzeit wachsenden Schwarzmarkt noch befeuert.

In Bremen ist geplant, das legale Spielangebot radikal zu reduzieren. Spielhallen sollen durch Mindestabstände zu Schulen und zueinander massiv reduziert werden. Absurd, wenn man bedenkt, dass man auf dem Smartphone überall und jederzeit spielen kann – ohne soziale Kontrolle.

Die Folge werden ein wachsender Schwarzmarkt und eine Abwanderung der Gäste nach Niedersachsen oder ins Internet sein. Dem gilt es verantwortungsvoll gegenzusteuern und die legalen Betriebe zu erhalten, die man für die Bekämpfung des Schwarzmarkts unbedingt braucht.

Verliert man diese meist mittelständisch geprägten Familienbetriebe, verliert man den Kampf gegen den Schwarzmarkt. Also Umdenken ist angesagt: Transparenz, Qualität und Kontrolle für einen lebensnahen verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel, das den Menschen Freude bereitet.

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