Reisen außerhalb der EU

Last Minute zum gültigen Pass

Reisen in das EU-Ausland könnte schon bald wieder üblich werden. Dazu braucht man einen gültigen Reisepass. Ist der Pass jedoch abgelaufen, hat man für kurzfristige Reisen ein Problem. Doch es gibt eine Lösung.
10.07.2020, 05:00
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Last Minute zum gültigen Pass
Von Maurice Arndt

Mal eben schnell in den Flieger steigen und in ein Land außerhalb der EU reisen – das ist zwar aktuell besonders schwierig, manchmal aber eben nötig. Und dann ist vor allem ein gültiger Reisepass unerlässlich. Wenn der alte Pass abgelaufen ist, hat man bei kurzfristigen Reisen jedoch schnell ein Problem, denn bis man einen neuen in den Händen hält, dauert es mehrere Wochen. Doch es gibt eine Lösung.

Expressreisepass nennt sich diese Lösung. Sowohl optisch als auch in seiner Nutzung ist dieser vom gewöhnlichen Reisepass nicht zu unterscheiden. „Der Expressreisepass ist, wie der normale Reisepass zehn Jahre lang gültig. Er sieht auch genauso aus wie der Gewöhnliche“, erklärt Dagmar Gattow, Leiterin des Bürgeramtes. Es gibt nur zwei Unterschiede: den Preis und die Bearbeitungsdauer.

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Einen normalen Reisepass gibt es für 60 Euro. Ausnahme: Für Personen bis einschließlich 24 Jahren kostet er 37,50 Euro, ist dann aber auch nur sechs Jahre gültig, „weil Menschen, die sich in diesem Lebensabschnitt befinden, oft noch optisch stark verändern“, erklärt Gattow. In beiden Fällen dauert es von der Antragsstellung bis zum neuen Reisepass im Schnitt vier Wochen. Damit zählt die Beantragung eines Reisepasses zu den längeren Verfahren bei der Behörde. Polizeiliche Führungszeugnisse oder etwa die Ummeldung des Wohnsitzes könne meist innerhalb eines Tages bearbeitet werden. „Die Bundesdruckerei braucht die Zeit“, sagt die Amtsleiterin.

Zahlt man jedoch einen Aufpreis von 32 Euro für den Expressreisepass, dauert auch die Beantragung nur noch drei bis vier Tage. Besonders vor den Ferien steige die Nachfrage nach diesem Angebot, das jedoch meist ein Schattendasein pflege, berichtet Amtsleiterin Gattow. „Glücklicherweise sind die Bremer gut sortiert und kümmern sich meist rechtzeitig um einen neuen Reisepass“, schildert sie.

Neben dem Expressreisepass, gibt es für Kurzentschlossene alternativ den vorläufigen Reisepass. Der Aufpreis liegt hier bei nur 26 Euro und der Pass ist sofort fertig. Es gibt ihn aber nur, wenn gleichzeitig ein normaler Reisepass beantragt wird. Er ist außerdem nur ein Jahr gültig und „wird nicht in allen Ländern akzeptiert“, betont Gattow.

Aktuell sei die Nachfrage nach Reisepässen aber ganz allgemein gering. Schließlich verreisen viele aufgrund der Corona-Pandemie nicht. Wer dennoch verreise, sei eher im EU-Ausland oder im Schengen-Raum unterwegs. Dort reicht, ebenso wie in einigen anderen Ländern, für die Einreise schon der Personalausweis. Doch selbst mit einem abgelaufenen Reisepass kann die Einreise in einen Staat außerhalb der Europäischen Union derzeit noch möglich sein. „Aufgrund der Pandemie dulden das im Moment einige Länder“, sagt Gattow. Sie warnt jedoch: „Ich würde es lieber nicht darauf ankommen lassen – oder mich mindestens kurz vorher noch informieren.“

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