Die Forderungen der Blumenthaler Fraktionen

Mehr Geld fürs Grün

Die Blumenthaler Beiratsfraktionen haben jetzt neun Vorhaben aufgelistet, die sie groß sind, dass die Stadt sie finanziell unterstützen soll. Die Haushaltsanträge im Überblick.
12.03.2021, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Mehr Geld fürs Grün
Von Christian Weth
Mehr Geld fürs Grün

Heike Schneider im Stadtteilgarten: Die Parteien wollen, dass die Stelle der Umweltpädagogin zur Vollzeitstelle wird.

Christian Kosak

Blumenthal. Den Blumenthaler Beiratsfraktionen fallen immer wieder neue Projekte ein, mit denen sie den Stadtteil voranbringen wollen. Neun Vorhaben werden von ihnen inzwischen gesondert genannt. Sie sind so groß, dass sie sich nur mit finanzieller Hilfe der Stadt umsetzen lassen. Wofür die Parteien jetzt Haushaltsanträge gestellt haben – und wie viel Geld Bremen geben soll. Ein Überblick.

Kulturetage: Blumenthal will, was Vegesack hat: Orte für kulturelle Veranstaltungen. Aus einer Etage des sogenannten Hochbaus auf dem Industriegelände der Bremer Woll-Kämmerei soll darum eine Kulturetage werden. So ist es erst im Ausschuss, dann im Stadtteilparlament beschlossen worden. Allerdings nicht einstimmig. Die CDU hat sich enthalten. Dabei ging es nicht um einen Baustart, sondern erst einmal um eine Machbarkeitsstudie. 65.000 Euro soll Bremen für sie im neuen Haushalt einplanen.

Platzgestaltung: Die Parteien haben sich vorgenommen, mehr Plätze im Stadtteil umzugestalten und neu zu ordnen als den Marktplatz im Blumenthaler Zentrum und den Dorfplatz im Ortsteil Rekum. Auch die Freifläche vor dem Wasserturm an der Mühlenstraße soll anders werden, vor allem attraktiver. Dafür wollen die Blumenthaler Fraktionen rund 150.000 Euro von der Stadt. Das Geld soll sowohl für Planer ausgegeben werden als auch für Handwerker, die später die Pläne umsetzen.

Klimamanagerin: Jahrelang hatte der Stadtteil eine Klimamanagerin, die vom Amt für Soziale Dienste kam und von der Sozialbehörde bezahlt wurde. Dann zog das Ressort die Mitarbeiterin ab. Seither versucht Umweltpädagogin Heike Schneider die Lücke zu schließen – mit der reformierten Kirchengemeinde, die sie auf Stundenbasis bezahlt. Mithilfe der Stadt soll aus der Teilzeit- nun eine Vollzeitstelle werden. Ein Geldbetrag wird im Antrag der Beiratspolitiker nicht genannt.

Straßen- und Wegelampen: Weil manche Laternen kaputt sind und es an anderen Orten gar keine gibt, fordern die Fraktionen jetzt Geld für Reparaturen und Neuanschaffungen: am Bürgermeister-Dehnkamp-Weg, an der Finnbahn im Löh und im Bereich zwischen Heidstraße und Rekumer Straße. Macht unterm Strich 160.000 Euro, die Bremen dafür im Haushalt einplanen soll. Der Beirat fordert nicht irgendwelche Lampen, sondern LED-Lampen, die mit Solarstrom gespeist werden.

Bahrsplate: Nach Ansicht der Fraktionen ist die Grünanlage zwischen Fähranleger und Supermarktgelände in einem so schlechten Zustand, dass schnell etwas passieren muss. So schnell, dass sich das Stadtteilparlament selbst an den Kosten beteiligen wolle. Die Parteien planen eine Art Soforthilfe für die Bahrsplate und wollen, dass die Stadt dafür 100.000 Euro bereitstellt. Unter anderem geht es um neue Beete, sanierte Wege, zusätzliche Bäume und um ein grundgereinigtes Mahnmal.

Hafenspitze: Pläne, das Gelände beim Fähranleger grundlegend umzugestalten, hat es schon vor Jahren gegeben. Doch jetzt wollen die Fraktionen, dass diese Pläne auch endlich umgesetzt werden. Ein direkter Zugang zum Wasser soll her, ein Rundweg, ein Sonnendeck, eine Boulebahn und – wenn das Geld dafür noch reichen sollte – eine Außengastronomie. 900.000 Euro wollen die Parteien dafür von der Stadt. Es ist der größte Geldbetrag, den sie für ein Projekt in Blumenthal einfordern.

Schulnutzung: Weil mehrere Schulen auf einen Campus beim Woll-Kämmerei-Gelände umziehen sollen, wollen die Fraktionen prüfen lassen, wie die frei werdenden Altgebäude genutzt werden können. Zum Beispiel die Dependance der Berufsschule an der Lüder-Clüver-Straße. Die Parteien wollen wissen, ob sie sich für sogenannte Co-Working-Spaces, also Gemeinschaftsräume für mehrere Unternehmen, umbauen lässt. 50.000 Euro sind dafür veranschlagt.

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