Klinikum Nord

Wechsel an der Spitze

Erst vor einem Jahr hat der Klinikverbund Gesundheit Nord die Spitze des Nordbremer Krankenhauses neu geordnet-
02.03.2021, 09:00
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Wechsel an der Spitze
Von Christian Weth

Bremen-Nord. Erst vor einem Jahr hat der Klinikverbund Gesundheit Nord die Spitze des Nordbremer Krankenhauses neu geordnet, jetzt gibt es die nächste Veränderung in der Chefetage: Musste sich damals Klinikchefin Birgit Hilmer umstellen, weil sie mit Frank Wösten einen ärztlichen Direktor als zusätzlichen Entscheider an die Seite bekam, ist es nun Hilmer, die für eine Umstellung sorgt. Sie geht – und ein neuer geschäftsführender Direktor kommt.

Florian David Nolte heißt der, ist 38 Jahre alt und seit Montag im Klinikum Nord. Der Neue und seine Vorgängerin sollen einen Monat zusammenarbeiten, ehe die scheidende Klinikchefin offiziell aufhört. Hilmer geht in den Ruhestand. Sie hat 1976 ihre Ausbildung im Klinikum Ost begonnen, wechselte 2008 ans Krankenhaus an der Hammersbecker Straße und stand sechs Jahre an dessen Spitze. In dieser Zeit gab es immer wieder Umbrüche und Neuerungen im Klinikum. Dazu gehörte auch der Umbau der Zentralen Notaufnahme.

Nach Angaben des Klinikverbunds Gesundheit Nord ist Nolte zwar ein Neuzugang, aber einer, der sich auskennt. Die geschäftsführende Anstellung im Nordbremer Krankenhaus ist nicht seine erste. Nolte hat eine Klinik im nordrhein-westfälischen Hürth geleitet. Davor war er in verschiedenen Führungspositionen sowohl bei privaten als auch kirchlichen Einrichtungen. Wie Krankenhäuser arbeiten, hat Nolte nach eigenem Bekunden früher gelernt als andere: von seiner Mutter, die Krankenschwester ist, und von seinem Vater, der einen Job im Klinikmanagement hat. Sein erstes Berufspraktikum absolvierte er mit 14 Jahren in einem Krankenhaus.

Nach Stationen in einem Krankenhaus in Hamm, bei einem privaten Krankenhausträger in Lübeck und im Rheinland folgt nun der Norden. Bremen ist dem gebürtigen Münsteraner vertraut: Seine Lebensgefährtin arbeitet als Ärztin in der Stadt. Für ihn hat Bremen eine „hohe Lebensqualität“ und ein „tolles Flair“. Nolte sagt, sich umso mehr darüber gefreut zu haben, die Leitung im Klinkum Nord übernehmen zu können. Seiner Ansicht nach hat das Krankenhaus an der Hammersbecker Straße nicht nur eine gute Größe, sondern ist auch hervorragend medizinisch ausgestattet. Ihm zufolge bestehen also beste Voraussetzungen, auch wirtschaftlich bestehen zu können.

Nolte freut sich darauf, nun mit dem Leitungsteam und allen Mitarbeitern die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen und Neues aufbauen zu können. „Ein Krankenhaus ist ein Ort, in dem ganz viel unterschiedliches Expertenwissen vereint ist. Gute Kommunikation ist mir deshalb sehr wichtig. Denn wir können nur gemeinsam als Team erfolgreich sein.“

Das Klinikum Bremen-Nord versorgt im Jahr etwa 40.000 Patientinnen und Patienten. Das Krankenhaus bietet von der Geburtshilfe bis zur Geriatrie und damit nach Angaben des Verbunds alle medizinischen Leistungen an, die für die Menschen in Bremen-Nord und dem niedersächsischen Umland wichtig sind. Seit 2016 verfügt das Klinikum über eine Stroke Unit zur Behandlung von Schlaganfällen. Sie ist Bestandteil einer wachsenden Neurologie-Klinik, die 2019 um eine Parkinsonambulanz erweitert wurde. Außerdem ist das Klinikum als Traumazentrum zertifiziert. Insgesamt hat das Klinikum Bremen-Nord rund 540 Betten und rund 970 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nordbremer Politiker wollen das Krankenhaus zu einem regionalen Maximalversorger machen.

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