Debatte im Bundestag zur Kolonialgeschichte Der Elefant als Positivbeispiel

Der Bundestag hat am Freitag zum Thema Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte debattiert. Dabei ging es auch um ein Antikolonialdenkmal in Bremen: den Elefanten.
27.02.2021, 05:00
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Der Elefant als Positivbeispiel
Von Christoph Bähr

Einst war er ein zentrales deutsches Kolonialdenkmal, doch seit seiner Umwidmung vor mehr als 30 Jahren fungiert er als Antikolonialdenkmal: der steinerne Elefant in der Nähe der Bremer Bürgerweide. Während der Bundestagsdebatte zum Thema „Aufarbeitung der deutschen Kolonialherrschaft“ am Freitagnachmittag wurde die Umwidmung des Bauwerks aus Backstein lobend erwähnt. Der Elefant sei ein gutes Beispiel dafür, wie die Verbrechen der deutschen Kolonialzeit aufgearbeitet werden könnten, sagte die Bremer Bundestagsabgeordnete Kirsten Kappert-Gonther (Grüne) in ihrem Redebeitrag.

Die Umwidmung des Denkmals sei von dem ehrenamtlichen Verein „Der Elefant!“ getragen und in Kooperation mit Namibia, einer ehemaligen deutschen Kolonie, vorbildlich „gestaltet und gelebt“ worden, betonte sie. „Es kann gelingen, dass wir uns unserer Geschichte und der Aufarbeitung stellen und einen Betrag dazu leisten, Rassismus endlich zu überwinden.“

Die Grünen forderten, dass die Bundesregierung unter Beteiligung von Nachfahren der Opfer deutscher und europäischer Kolonialverbrechen sowie zivilgesellschaftlicher Initiativen ein Konzept für eine zentrale Erinnerungsstätte in Berlin entwickelt. Der Bundestag lehnte den Antrag allerdings mehrheitlich ab.

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