Auftritt beim WESER-Strand

Eine Zugfahrt mit Folgen

Satiriker Jan Böhmermann erwischt von Hamburg nach Bremen einen falschen Zug. Das bringt die Bahn nun gehörig ins Schwitzen.
12.11.2018, 17:44
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Eine Zugfahrt mit Folgen
Von Marcel Auermann

Über Jan Böhmermanns Geschichte über die Anreise nach Bremen hat sich das Publikum am 2. November beim WESER-Strand des WESER-KURIER köstlich amüsiert: Der Fernsehmoderator stieg in Hamburg versehentlich in einen Zug ein, der ohne Zwischenstopp nach Essen fuhr – beziehungsweise gefahren wäre. Um dennoch pünktlich zur Talkshow auf der „Oceana“ am Martinianleger zu sein, bat er beim Zugpersonal um einen Sonderhalt, weil er eine TV-Aufzeichnung „vor 1000 Leuten“ habe. Der Zugchef stimmte nach den Erzählungen des 37-Jährigen nach längerem Hin und Her diesem ungeplanten Stopp in Lauenbrück im Kreis Rotenburg zu. Von dort ging es für Böhmermann mit einem Regionalzug nach Bremen.

Nachdem er diese Anekdote Anfang des Monats beim WESER-Strand und anschließend in seinem Podcast wohl doch zu offenherzig erzählte, hat die Aktion nun einige Wellen geschlagen, wie der Bonner „General-Anzeiger“ schreibt. Demnach wollte die Deutsche Bahn den Fall am Montag nicht direkt bestätigen, erklärte aber auf Anfrage: „Es ist richtig, dass es für den IC 2195 am 2.11. einen Sonderhalt im Bahnhof Lauenbrück gab.“ Ob Böhmermann Grund für den außerplanmäßigen Halt gewesen war, blieb offen.

Der zusätzliche Halt sei eine „absolute Ausnahme“, erklärte die Bahn. „Im Interesse aller Fahrgäste sollte dies wirklich ein Einzelfall bleiben. Wir weisen den Kollegen entsprechend darauf hin.“ Konsequenzen für den Mitarbeiter habe die Aktion jedoch nicht.

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