250 Wohneinheiten geplant

Entwurf für Bebauung des Oberneulander Mühlenfelds vorgestellt

74 Reihen-, 14 Einzel-, vier Doppel- und elf Mehrfamilienhäuser. So lässt sich der Entwurf für die Bebauung des Mühlenfelds in Zahlen fassen. Er wurde jüngst im Beirat vorgestellt.
25.04.2018, 16:53
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Von Maren Brandstätter

Rund 250 neue Wohneinheiten sollen auf dem Gelände rund um die Oberneulander Mühle, dem Mühlenfeld, entstehen. Wie sich die Bebauung in etwa darstellen soll, hat Josefa Weth, Stadtplanerin beim Bausenator, jetzt dem Beirat Oberneuland vorgestellt. Herzstück der rund sieben Hektar großen Fläche soll demnach die Mühle sowie das unmittelbar umliegende Areal sein, das in den Plänen als „Grüne Mitte“ bezeichnet wird. Der Blick zur Mühle soll in jedem Fall erhalten bleiben, wenn das Mühlenfeld bebaut wird. Südlich der "Grünen Mitte" sieht der Entwurf sechs Einfamilienhäuser vor, daneben einen großen Reihenhaus-Komplex, in dessen Zentrum ein Carporthof geplant ist.

Zwischen Mühle und Ikensdamm soll ein Grünzug verlaufen, an dessen nördlicher Seite sich ein ähnliches Reihenhaus-Carport-Ensemble anschließen soll, allerdings noch einmal um etwa die Hälfte größer. Vis-à-vis in Richtung Bahntunnel zeigen die Pläne eine Reihe Doppelhäuser, dahinter ein weiteres Areal mit Einfamilienhäusern. Entlang der Rockwinkeler Landstraße sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit Platz für 39 Wohneinheiten entstehen.

Drei Blöcke nördlich der Mühle

Auch parallel zur Bahntrasse sind Wohnblöcke vorgesehen, drei davon nördlich der Mühle mit 48 Wohneinheiten. Drei weitere, im nördlichsten Teil des Feldes, sollen Platz für 64 öffentlich geförderte Wohnungen bieten. Entlang der Bahntrasse sollen eine Lärmschutzwand und ein begrünter Wall dafür sorgen, dass der Geräuschpegel für Anwohner im rechtlich vorgeschriebenen Rahmen bleibt. Unterm Strich sieht der Entwurf derzeit 74 Reihen-, 14 Einzel-, vier Doppel- und elf Mehrfamilienhäuser vor. Atmosphärisch soll das Neubaugebiet den Charme einer Gartenstadt mit einem hohen Anteil öffentlicher Grünflächen bekommen. Um autofreie Wohnhöfe zu ermöglichen, setzen die Planer verstärkt auf Carporthöfe und Sammelstellflächen. Auch die Nebenanlagen für Müll, Fahrräder und Energieversorgung sollen den Plänen zufolge auf Gemeinschaftsflächen entstehen.

„Der Beirat wird vom Ressort bei diesem Projekt frühestmöglich einbezogen“, betonte Ortsamtsleiter Jens Knudtsen. Den zahlreich erschienenen Bürgern teilte er zu Beginn der Sitzung mit, dass sich die Behörde mit der Vorstellung zunächst ausschließlich an den Beirat wende. Für die Einwohnerversammlung sei ein separater Termin vorgesehen. Grundsätzlich kam der Entwurf bei den Ortspolitikern recht gut an. Allerdings gaben vor allem die im Vergleich zum restlichen Stadtteil eher kleinen Grundstücke punktuell Anlass zur Kritik. Erhebliche Sorge bereitete dem Beirat außerdem, ob die Infrastruktur, die derzeit vorhanden ist, mit der Planung der rund 250 neuen Wohneinheiten Schritt halten kann. Schon jetzt sei das Verkehrsaufkommen auf der Rockwinkeler Landstraße schließlich erheblich, hieß es. Auch bleibe zu hoffen, dass die Ausbauplanungen der Schulen mit dem zu erwartenden steigenden Bedarf mithalten können. Die Einwohnerversammlung zum Neubaugebiet auf dem Mühlenfeld ist für Montag, 18. Juni, geplant. Ort und Zeit soll das Ortsamt bekannt geben.

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