Polizei sucht Täter

Zehnmal Steine auf den Schienen in Oberneuland

Die Bundespolizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach unbekannten Tätern, die zehnmal Steine oder Betonplatten auf die Bahngleise in Oberneuland gelegt haben. Auch ein Zug wurde beworfen.
24.02.2021, 09:04
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Zehnmal Steine auf den Schienen in Oberneuland
Von Anna Zacharias
Zehnmal Steine auf den Schienen in Oberneuland

Der oder die Täter näherten sich laut Polizei vom Wiesengelände südlich der Bahnstrecke oder von einer Grünfläche nördlich der Gleise.

Bundespolizei Bremen

Schottersteine, Betonplatten oder auch einen Feldstein mit 25 Zentimetern Durchmesser haben unbekannte Täter in den vergangenen Wochen auf die Gleise in Bremen-Oberneuland gelegt. Die Bundespolizei bittet um Hilfe bei der Suche nach den Tätern, die in der Zeit vom 27. Januar bis zum 12. Februar insgesamt zehnmal für gefährliche Situationen im Bahnverkehr gesorgt haben.

Wie die Polizei mitteilt, wurden die Objekte jeweils in den Abendstunden bis Mitternacht auf den Gleisen platziert. Unter anderem war auch ein 40 Kilo schwerer Betonklotz darunter.

Am 23. Februar gegen 19 Uhr wurde außerdem ein Metronom-Zug beworfen, so dass eine Seitenscheibe splitterte. Die Tatorte liegen überwiegend in Höhe der Rockwinkeler Heerstraße 74, werden aber ausdrücklich nicht mit den Anwohnern in Verbindung gebracht.

„Wir gehen von einer Serie aus, da sich die Fälle alle in einem Abstand von rund 500 Metern abspielten“, sagte der Sprecher. Zwar seien zuletzt Spuren im Schnee gefunden worden, die auf einen erwachsenen Täter hindeuteten. Konkrete Hinweise gebe es aber noch nicht. Am Mittwoch wollten die Beamten Anwohner der Bahnstrecke mit Flugblättern auf die Fälle aufmerksam machen und nach Zeugen suchen.

Die Polizei weist darauf hin, dass beim Überfahren der Hindernisse herumfliegende Steinsplitter Anwohner oder Spaziergänger erheblich verletzen können. Zudem seien Schäden an Lokomotiven entstanden. Auch die Verursacher selbst befänden sich bei Zuggeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h in Lebensgefahr.

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Der oder die Täter näherten sich laut Polizei vom Wiesengelände südlich der Bahnstrecke oder von einer Grünfläche nördlich der Gleise. Verdächtige Personen könnten von Anwohnern der Hartlaubstraße oder der Rockwinkeler Heerstraße bemerkt worden sein. Die Bundespolizeiinspektion Bremen bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 0421/16299777.

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