Schach Niederlage gut verdaut

Schachklub Bremen-Nord festigt zweiten Rang - 4.5:3.5-Erfolg gegen den Gastgeber Bremer SG
30.05.2022, 17:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Schnell

Rehabilitiert hat sich der Schachklub Bremen-Nord. "Nachdem wir am vergangenen Spieltag die erste vermeidbare Niederlage der Saison (3.5:4.5 gegen SG Ammerland, Anm. d. Red.) kassiert haben, galt es für uns am siebten Spieltag, auswärts bei der Bremer Schachgesellschaft, einiges wiedergutzumachen", berichtete der SKBN-Spieler Gerd Janusch. Und das setzten die Nordbremer Akteaure in die Tat um. So hielt man gegen den Bremer Gastgeber mit 4.5:3.5 die Oberhand und festigte den zweiten Tabellenplatz.

Nach einem Happy End aus Nordbremer Sicht sah es aber erst mal nicht aus. Nach einem Auftakt-Remis von Gerd Janusch an Brett zwei, wurde sein jüngerer Teamkollege Jan-Okke Rockmann in seiner Begegnung an Brett acht bereits früh unter Druck gesetzt.

So verlor der Nordbremer einen wichtigen Damenflügelbauern. Sein Gegner Axel Buhrdorf hatte nun alle Trümpfe in der Hand und brachte den Hausherrn in Führung (1.5:0.5). Doch der Ausgleich der starken Gäste ließ nicht lange auf sich warten.

Carsten Koch an Brett sieben ärgerte sein Gegenüber Boris Tchetchelnitski von Anfang an – mit Erfolg. Nach einer taktischen Abwicklung hatte Carsten Koch Turm und zwei Leichtfiguren gegen die Dame sich gesichert und brachte diesen Vorteil dann sicher auf die Habenseite. "Das war Carstens zweiter Sieg im zweiten Einsatz für den SKBN", freute sich Gerd Janusch. Nach dem 1.5:1.5-Ausgleich kam Robert Kosak anschließend an Brett vier mit Schwarz aber unter Druck, konnte aber gut gegenhalten und letztlich das wichtige Remis sichern (2:2). Und hiernach ging ein weiterer Ruck durch das SKBN-Team.

An Brett sechs riskierte Magnus Staudacher viel, brachte den gegnerischen König in Nöten, doch dieser wurde von Frank Peters in Sicherheit gebracht, "sodass Magnus plötzlich auf Matt stand. In beiderseitiger Zeitnot fand der Gegner aber nicht die beste Fortsetzung. So konnte Magnus sich konsolidieren und fuhr den Punkt zur 3:2-Führung für den Schachklub Bremen-Nord nach Hause", sagte Janusch.

Auch Tobias Jugelt konnte an Brett eins die zahlreichen Versuche seines Gegners, den König zu bedrängen, erfolgreich abwehren und  stellte die 4:2-Führung her, "und steht jetzt mit einer beeindruckenden Bilanz von sieben Gewinnpartien aus sieben Kämpfen zu Buche", meinte Janusch. Es war dann Gerhard Lunkmoss (Brett fünf) vorbehalten, den nötigen halben Zähler zum Nordbremer Mannschaftssieg, beizusteuern. "Nach ausgeglichener Eröffnung war auch im Turmendspiel für beide nicht mehr möglich", erwähnte Gerd Janusch.

Am Längsten spielte mal wieder Thorsten Döscher an Brett drei gegen den BSG-Spieler Rolf Hundack. Nach einem Bauernverlust in der Eröffnung wehrte Döscher sich lange erfindungsreich, stemmte sich dagegen, was auch den anderen Mannschaftsmitgliedern und dem Verlauf des Kampfes zugutekam.

"Leider hatte auch sein Gegner an diesem Tag immer noch eine Idee und brach letztendlich den Widerstand von Thorsten. Unterm Strich stand somit ein 4,5:3,5-Sieg gegen einen langjährigen Oberligisten", ergänzte Gerd Janusch.

Durch den kampflosen 8:0-Sieg von Post SV Uelzen gegen den Hagener SV ist der Abstand des Zweitplatzierten SKBN zum Tabellenersten aber noch einmal größer geworden. Am vorletzten Spieltag empfangen die Nordbremer nun am Sonntag, 19. Juni, daheim den Vierten SV Osnabrück.

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