15. Venuslauf lockt Massen in den Bürgerpark Tausende Kilometer gegen Krebs

Menschen in Sportkleidung prägen das Bild rund um den Marcusbrunnen im Bürgerpark: Tausende waren am Sonntag gekommen, um beim mittlerweile 15. Venuslauf ein Zeichen gegen den Krebs zu setzen.
28.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Tausende Kilometer gegen Krebs
Von Hauke Hirsinger

Menschen in Sportkleidung prägen das Bild rund um den Marcusbrunnen im Bürgerpark: Tausende waren am Sonntag gekommen, um beim mittlerweile 15. Venuslauf ein Zeichen gegen den Krebs zu setzen. Und was für ein Zeichen sie gesetzt haben. 25 626 Kilometer lautet das Rekordergebnis, das Organisatorin Marie Rösler von der Bremer Krebsgesellschaft am Ende verkünden konnte. „Auch die Teilnehmerzahl ist ein Rekord“, sagt Rösler. „Wir hatten 2892 Starterinnen und Starter sowie 84 gemeldete Teams.“

Bei schönstem Herbstwetter begaben sich all diese Läufer mit viel Enthusiasmus auf die beiden 1,5 Kilometer und drei Kilometer langen Runden durch Bremens grüne Lunge. Angefeuert wurden sie dabei von mindestens ebenso vielen Zuschauern, Unterstützern sowie einer unermüdlich trommelnden Samba-Truppe. Auf einigen T-Shirts waren eindeutige Botschaften wie „Fuck Cancer“ zu lesen. Von Verbitterung jedoch keine Spur – vielmehr waren in vielen Gesichtern deutliche Freude und Zuversicht zu erkennen.

Und nicht nur Dauerläufer durften bei der Benefizveranstaltung an den Start gehen. Die Teilnehmer konnten auch Walken, Radfahren und Rudern. Das Prinzip ist simpel: Zahlreiche Sponsoren verpflichten sich im Vorfeld dazu, jeden gelaufenen, gefahrenen oder geruderten Kilometer mit jeweils 50 Cent zu unterstützen. Hinzu kommen Spenden, die Läufer bei ihrer Registrierung abgeben können. „In diesem Jahr waren das allein 3500 Euro, zusammen mit dem Kilometergeld hat der Venuslauf diesmal ganze 16 313 Euro eingebracht“, sagt Rösler mit einem zufriedenen Lächeln.

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Insgesamt sorgten 70 ehrenamtliche Helfer für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Eine der Helferinnen ist die ehemalige Sozialsenatorin und jetzige Bürgerschaftsabgeordnete Ingelore Rosenkötter (SPD). Sie verbrachte ihren Sonntagvormittag an der Anmeldestation für Gruppen und erklärt: „Ich war selbst an Krebs erkrankt. Der Sport hat mir sehr geholfen. Mittlerweile laufe ich auch wieder.“

Doch es geht beim Venuslauf nicht nur um das Einwerben von Spenden. Vielmehr will die Krebsgesellschaft durch die Veranstaltung auch das schwierige Thema Krebs sichtbarer machen. „So wird die Krankheit unkompliziert aus der Tabu-Ecke geholt“, sagt Rösler.

Die Spenden kommen nicht in einen allgemeinen Topf der Bremer Krebsgesellschaft, sondern werden konkret zur Finanzierung von Bewegungsangeboten für Krebsbetroffene verwendet. „Die Sportvereine, die solche Angebote einrichten, erhalten dafür von uns Unterstützung“, erklärt Rösler. Außerdem gebe es bei der Krebsgesellschaft jetzt eine sogenannte Krebssport-Lotsin, die Menschen mit Krebserkrankung berät und ihnen das passende Sportangebot im passenden Verein vermittelt. Rösler: „Wir empfehlen ausdrücklich, während der Krebsbehandlung Sport zu treiben. Dann bleiben die Menschen fitter und überstehen die Behandlungen besser.“

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