Zum Schutz der Innenstädte Umwelthilfe beantragt erweitertes Feuerwerksverbot in Bremen und Bremerhaven

Die Deutsche Umwelthilfe fordert Bremen und Bremerhaven dazu auf, das Böllerverbot in den Innenstädten zu Silvester auszuweiten. Hintergrund sind die Feinstaubbelastungen in beiden Städten.
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Von Maximilian Seidenfaden

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat bundesweit 98 Städte dazu aufgefordert, Feuerwerke in den Innenstädten zu verbieten. Ein im Auftrag der DUH erstelltes Gutachten habe ergeben, dass in diesen Städten die Feinstaubwerte oberhalb des WHO-Grenzwertes liegen würden. Unter den genannten Städten sind auch Bremen und Bremerhaven.

Neben der Feinstaubbelastung führt die DUH auch Brände und die Vermüllung der Städte als Gründe für das Schreiben an. Die Aufforderung der DUH bezieht sich dabei explizit auf die Innenstädte, deren Luft mit mehr als 20 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft belastet sind und die Grenzwerte der WHO überschreiten. In Bremen und Bremerhaven liegt der Jahresmittelwert bei 25 beziehungsweise 22 Mikrogramm Feinstaub.

In Bremen ist das Böllern bereits um das historische Marktplatz-Ensemble verboten, um das Unesco-Weltkulturerbe zu schützen. Auch in einem Umkreis von 1,5 Kilometern um den Flughafen Bremen sowie beim Zoo am Meer in Bremerhaven und auf dem Hafengelände darf nicht geböllert werden.

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Bereits im Juli dieses Jahres hatten 31 Städte ein Schreiben mit der Aufforderung des Böllereiverbots von der DUH erhalten, nun kommen 67 weitere Städte hinzu. Neben Bremen und Bremerhaven haben auch Hamburg, Hannover, Oldenburg und Braunschweig ein entsprechendes Schreiben erhalten.

Auch in anderen Städten gibt es ein Böllerverbot. In Landshut in Niederbayern verzichtet man wie in Bremen zum Schutz der historischen Innenstadt auf ein Feuerwerk. Stattdessen gibt es dort an Silvester eine Lasershow zu sehen.

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